Figur im Comicstil erstellen: Raupe – Teil 2

Tutorials 8. Februar 2016 – 0 Kommentare

Dieses Video-Training ist eine Ergänzung zum Video-Training „Raupe – Teil 1“, in welchem veranschaulicht wird, wie man mit mehreren Zeichenflächen arbeiten und einen passenden Hintergund erstellen kann. Dabei wird mit Masken gearbeitet und zum Teil die neuen Werkzeuge der Illustratorversion CS5 vorgestellt.

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Hallo und herzlich willkommen zu diesem Tutorial für Illustrator CS5. In diesem zweiten Teil gestalte ich den Hintergrund für unsere kleine Raupe. Wer mit einer älteren Version von Illustrator (z. B. CS3) arbeitet, kann entweder mit der Datei „Raupe“ weiterarbeiten oder beginnt mit einem neuen Dokument.

Neue Zeichenfläche erstellen

Ab Illustrator CS4 haben wir die Möglichkeit, die eigentlich schon lange von FreeHand bekannt war, mehrere Zeichenflächen anzulegen. Dafür haben wir neben dem Tab Ebenen den Tab Zeichenflächen. Wir klicken einmal drauf und erstellen dann durch Klick auf das Symbol Neue Zeichenfläche eine neue Zeichenfläche.

Die Zeichenfläche – Zeichenflächenoptionen

Durch einen Doppelklick auf das kleine weiße Blatt rechts kommen wir in die Zeichenflächenoptionen.

Dort können wir unsere Zeichenfläche entsprechend benennen und ein eigenes Format vorgeben. Ich nehme hier mal ein quadratisches Format mit 200×200 mm.

Auch die Position der Zeichenfläche kann ich anpassen, je nachdem, wo die erste Zeichenfläche steht, sodass beide auf einer Linie stehen.

Ich habe hier auch für die Anzeige verschiedene Möglichkeiten, Fadenkreuze oder Mittenmarken einzublenden, was wir hier aber nicht brauchen. Wir bestätigen mit OK.

Wir können jetzt mit Strg+[-] zoomen und sehen neben unserer ersten Zeichenfläche die zweite. Die ist im Moment auch aktiv, da wir uns ja auch auf der Zeichenfläche 2 befinden.

Wir gehen erst mal zurück zum Tab Ebenen und räumen dort etwas auf:

Die Skizze der Raupe können wir löschen. Oberhalb der Ebene „augen“ erstelle ich eine neue Ebene und benenne sie in „raupe“ um.

Nun markiere ich komplett die kleinen Ebenen von „augen“ bis „körper hinten“. (Klick auf „augen“ und dann Shift+Klick auf „körper hinten“) und verschiebe komplett alle auf die Ebene „raupe“. Dadurch entstehen Unterebenen. Ich habe das so alles nach wie vor gruppiert, aber gesammelt auf einer Ebene.

Ich benenne diese Ebene noch um, in „raupe – z1“, dann weiß ich gleich, dass es sich hierbei um meine Raupe auf Zeichenfläche 1 handelt.

Die Ebene „raupe – z1“ fixiere ich noch durch Klick auf das Feld neben dem Auge – Sperren/Entsperren.

Auf der kleinen, quadratischen Zeichenfläche erstellen wir jetzt unseren Hintergrund. Dafür erstellen wir über das Symbol im Tab Ebenen>Neue Ebene erstellen eine neue Ebene und benennen sie „hintergrund“.

Da ich das Dokument nachher noch formatfüllend ausdrucken möchte, stelle ich über Datei>Dokument einrichten noch meinen Beschnitt ein. Das sind in der Regel 3 mm. Dieser Beschnitt wird für jede Zeichenfläche in meinem Dokument angelegt. Ich sehe auch am roten Rahmen, wo meine Beschnittlinien liegen.

Zur Hilfe blende ich die Lineale ein über Ansicht>Lineale>Lineale einblenden (Strg+R).

Der Hintergrund

Ich ziehe mir auf der zweiten Zeichenfläche ein Quadrat in der Größe des Beschnitts auf und wähle als Hintergrundfarbe Grün (C 50 M 0 Y 100 K 0). Das wird unser Blatthintergrund für die Raupe.

Danach fixieren wir diese Ebene, erstellen eine neue und nennen sie in „blattadern“, da auf diese jetzt die Blattadern kommen.

Ich wähle dafür das Zeichenstift-Werkzeug und ziehe eine leicht geschwungene Linie. Für die Kontur wähle ich ein dunkleres Grün (C 50 M 0 Y 100 K 30), Strichstärke (Kontur>Stärke) 4pt und kann diese jetzt noch mit dem Breiten-Werkzeug bearbeiten. Ich passe sie etwas genauer an, ganz genau können wir das dann nachher machen, wenn wir die Raupe positionieren.

Die Blattadern

Falls es mich stört, dass ein Teil der Blattader über meinen Beschnitt hinausgeht, könnte ich eine Maske erstellen.

Dazu nehme ich noch mal das Rechteck-Werkzeug und ziehe wieder ein Quadrat über die gesamte Fläche bis zum Beschnitt auf. Dieses Viereck ist ja momentan aktiv, ich markiere mir zusätzlich die Blattader und sage mit dem Kontextmenü>Schnittmaske erstellen und schon sehe ich die Ecke der Blattader nicht mehr.

Innerhalb dieser Maske kann ich natürlich weiterarbeiten. Dazu klicke ich auf den Pfad der Blattader. Wenn ich sehe, dass der Pfad aktiv ist, kann ich diesen durch Verschieben mit gedrückter Alt-Taste duplizieren, sodass ich noch kleine Blattäderchen auf das Blatt bringe.

Mit dem Breiten-Werkzeug kann ich die dicken Enden etwas anpassen, sodass sie sauber aus der mittleren Ader herauswachsen und nicht unsauber überstehen.

Die neuen Adern, die in die obere Bildhälfte gehen, ziehe ich ebenfalls jeweils mit gedrückter Alt-Taste aus der mittleren großen Ader heraus. Dann muss ich sie aber logischerweise spiegeln. Das mache ich über das Kontextmenü>Spiegeln>Vertikal und schiebe sie anschließend an die passende Stelle.

Um aus dem Isolationsmodus herauszukommen, betätigen wir innerhalb der Zeichenfläche das Kontextmenü>Isolationsmodus beenden.

Nun werde ich noch paar Schattierungen anlegen. Dafür gehe ich in meine Ebenenpalette, sperre die Ebene „blattadern“ und dupliziere sie, indem ich sie auf das Neue Ebene erstellen-Symbol ziehe.

Diese neue Ebene benenne ich in „blattadern schatten“ um, entsperre sie und schiebe sie unter die Ebene „blattadern“.

Nun gehe ich durch einen Doppelklick auf die Blattader wieder in die Maske rein, mit Strg+A markiere ich alles, muss allerdings dann meine Maske selbst (das Quadrat) deaktivieren, indem ich mit der Shift-Taste auf den Rand des Quadrates klicke.

Jetzt kann ich die Linien leicht nach unten verschieben. Danach passen wir noch die einzelnen Linien an, damit keine Lücken zwischen Adern und Schatten entstehen.

Für den Schatten markiere ich wieder alles mit Strg+A und entferne mit einem Klick auf das Quadrat die Maske aus der Markierung. Ich wähle eine etwas dunklere Farbe dafür (C 50 M 0 Y 100 K 60).

Ich schaue mir das mal ohne Isolationsmodus an (Rechtsklick auf die Arbeitsfläche, Auswahl Isolationsmodus beenden), ob mir das so gefällt.

Wenn mir der Schatten zu stark erscheint, kann ich das entweder über die Farbe ändern oder ich gehe mit der Transparenz etwas runter. Allerdings müssen wir in dem Fall die Linien in Flächen umwandeln. Das mache ich gleich mal, denn noch sind sie ja aktiv. Also wählen wir oben in der Menüleiste Objekt>Aussehen umwandeln. Jetzt sehe ich, dass meine Konturen in einzelne Flächen umgewandelt wurden.

Damit ich nicht zu viele Farbabrisse habe, kann ich die Flächen mit Strg+G miteinander gruppieren. Nun klicke ich auf das Symbol Transparenz in der rechten Werkzeugleiste und es öffnet sich das Bedienfeld Transparenz. Ich stelle die Deckkraft auf 30% ein und den Modus von Normal auf Multiplizieren.

Ich kann jetzt die Farbe der Schattenflächen noch mal verändern, falls es nicht richtig wirkt. Hier nehme ich 40% Grau (C 0 M 0 Y 0 K 40) für die Fläche.

Ich kann auch mal zeigen, wie das aussieht, wenn ich die Flächen nicht gruppiert hätte.

Diese Ebene sperre ich jetzt auch. Ab und zu Datei>Speichern nicht vergessen.

Für die Lichter könnten wir uns jetzt eine eigene Ebene erstellen, aber ich denke mal, die Lichter können wir auch gegen Ende setzen.

Die Herzform

Wir erstellen uns eine neue Ebene und nennen diese „herzform“. Das ist die Ebene, in der die Raupe dann sichtbar wird.

Dafür erstellen wir mit dem Zeichenstift ein Herz, das uns als Hilfsobjekt dienen soll. Einfach, frisch und frei, können wir jetzt ein Herz aufziehen oder die Hälfte davon.

Ich habe mir jetzt die Hälfte eines Herzens gezeichnet, kopiert und wieder eingefügt und über das Kontextmenü>Spiegeln>Vertikal die zweite Hälfte erstellt.

Ich passe das Herz noch in der Größe an, sprich: Die rechte Hälfte skaliere ich ein wenig größer, damit es nicht so einförmig aussieht. Dieses offene Objekt (die rechte Hälfte des Herzens) kann ich jetzt mit Strg+J schließen, damit ich sie später mit dem Pathfinder vereinen kann. Ich schließe auch die andere Hälfte mit Strg+J, markiere beide Formen und vereine sie mit dem Pathfinder-Bedienfeld>Vereinen.

Jetzt prüfen wir noch kurz, ob die Größe des Herzens im Vergleich zur Raupe passt. Und wenn alles stimmt, geht es weiter.

Jetzt werde ich mit dem Ellipse-Werkzeug kleine Kreise aufziehen. Die kann ich auch andersfarbig machen: Ich nehme Weiß, damit ich das besser erkenne, und skaliere die Kreise in unterschiedlicher Größe. Diese Kreise sollen die Fraßspuren der kleinen Raupe darstellen. Mit Alt+Klick kann ich die Kreise duplizieren.

Man kann mit gedrückter Shift-Taste auch mehrere Objekt gleichzeitig markieren, mit Alt+Klick duplizieren und dann noch an das Herz anpassen. Es soll ja nur ein leichtes Herz angedeutet werden.

Das ist eben was für die Verliebten unter uns, vielleicht zum Valentinstag! Mal eine kleine, verliebte Raupe zu erstellen, ist ja auch eine schöne Geschenkidee.

Als Nächstes aktivieren wir alle Kreise und vereinen sie mit dem Pathfinder>Vereinen. Das sieht schon herzförmig und wie zerfressen aus.

Das können wir uns jetzt noch hellblau einfärben, denn der Himmel scheint ja von hinten durch. Ich nehme dafür ein ganz schlichtes Hellblau (C 18 M 0 Y 5 K 0); diese Farbe werde ich mir auch im Bedienfeld Farbfelder speichern.

Diese Fläche kopiere ich mit Strg+C, Strg+V und nehme die Füllung raus. Für die Kontur wähle ich ein dunkleres Grün (C 50 M 0 Y 100 K 60) mit der Stärke 6pt und gebe der Kontur ein unförmiges Aussehen mit dem Breitenprofil 1.

Ich möchte jetzt, dass die Linie nicht links, sondern rechts ihre dickste Stelle hat. Dafür klicke ich im Bedienfeld Kontur bei dem Profil auf den kleinen Doppelpfeil Vertikal spiegeln.

Ich sehe, dass in meinem Fall das Spiegeln nichts bewirkt, dass die Konturen nicht verschoben werden. Ich probiere es gleich mal mit dem nächsten, dem Breitenprofil 2. Hier sehe ich jetzt oben und unten die Verdickung und an den Seiten die Verjüngung und probiere es da noch einmal mit Vertikal spiegeln. Jetzt klappt es, aber ich glaube, auch ohne Spiegelung würde es schon passen.

Die Spitzen bei der Kontur nehme ich raus, dafür klicke ich im Bedienfeld Kontur auf Abschluss und Ecke in der Mitte. Dadurch werden die Ecken abgerundet (vgl. links ohne und rechts mit Abrundung).

Die Raupe

Als Nächstes geht es darum, innerhalb dieser Herzform die Raupe von Zeichenfläche 1 einzufügen. Dazu gehe ich im Bedienfeld Ebenen zu meiner Herzform, fixiere diese Ebene und dupliziere meine Ebene „raupe-z1“.

Ich entsperre die Ebene „raupe-z1 kopie“ mit allen Unterebenen, wähle mit Strg+A alles aus, gruppiere die Raupe und sehe nun, dass die gesamte Raupe auf die erste Unterebene der Ebene gesetzt wird.

Ich sperre sicherheitshalber die Ebene mit meiner gruppierten Raupe und lösche die leeren Ebenen darunter. Ich benenne diese Ebene um von „augen kopie“ in „raupe gruppiert“ und die übergeordnete Ebene von „raupe- z1 kopie“ in „raupe-z2“.

Jetzt kann ich die Raupe nehmen – vorher muss ich sie wieder entsperren – und auf meiner zweiten Zeichenfläche positionieren.

Ich schiebe ihre Ebene an die erste Stelle und sehe, dass der untere Bereich der Raupe abgedeckt werden sollte, sodass der Fühler aber noch sichtbar ist, außerhalb der Herzform.

Dafür fixiere ich die Raupe kurz noch mal, entsperre die Ebene „herzform“, kopiere mir mit Strg+C die Kontur des Herzens und füge sie auf der entsperrten „raupe-z2“ mit Strg+V vor der Raupe ein.

Damit mir die untere Kontur so erhalten bleibt, muss ich sie über Objekt>Aussehen umwandeln umwandeln.

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug markiere ich die äußere Linie und schaue noch kurz, ob es irgendwo Überschneidungen der beiden Linien gibt. Da es nicht so aussieht, drücke ich Entf, um die Linie zu entfernen. Jetzt ist meine gesamte Herzform in dem dunklen Grün eingefärbt.

Ich färbe die Kontur in einer auffälligen Farbe und Fläche: Ohne. Dies wird jetzt meine Maskierung für den unteren Bereich.

Ich passe meine Raupe noch etwas an, damit die Beinchen nicht angeschnitten werden.

Ich schneide mit Strg+X die Maske noch einmal aus, gehe auf die Unterebene „raupe gruppiert“ und füge sie mit Strg+V direkt vor der Raupe wieder ein.

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug lösche ich jetzt den Teil des Pfades raus, den ich nicht brauche. Dazu klicke ich einmal am Bein links einen Punkt an und entferne ihn mit Entf. Rechts neben dem Körper ebenfalls, und dann klicke ich auch die obere Linie zwischen zwei Punkten an und lösche ebenfalls mit Entf.

Nun kann ich mit dem Zeichenstift-Werkzeug die Linie nach meinen Wünschen wieder schließen und ich habe nicht so viele unnötige Punkte.

Mit dem Auswahl-Werkzeug klicke ich diese Linie an, das ist nun meine Maske, in der meine Raupe sichtbar bleibt. Die schneide ich jetzt noch mal aus. Dabei muss ich jetzt darauf achten, dass ich nicht innerhalb der Ebene „raupe gruppiert“ bin, und füge die Maske direkt in der Hauptebene „raupe-z2“ wieder ein (Strg+V).

Ich sehe in der Ebenenpalette, dass für meine Maske eine eigene Unterebene in „raupe-z2″ erstellt wurde. Ich aktiviere mit Shift+Klick die gruppierte Raupe mit und sage im Kontextmenü>Schnittmaske erstellen.

Nun sehe ich, dass nur der obere Bereich der Raupe stehenbleibt. Ich passe die Augen noch an, damit die Raupe mehr nach unten schaut. Mit einem Doppelklick auf die Raupe und nochmals einem Doppelklick auf das jeweilige Auge (ich hatte den Innenteil der Augen beim Erstellen im Teil 1 gruppiert) kann ich jetzt diese Gruppe bequem verschieben.

Ich beende den Isolationsmodus mithilfe des Kontextmenüs.

Damit ich jetzt den hinteren Teil im Blatt schattiert bekomme, kann ich den maskierten vorderen Teil einmal mit Strg+C kopieren, fixiere die Unterebene mit dem Raupenoberteil und füge die Raupe auf einer neuen Ebene nochmal ein (Strg+V).

Wenn ich jetzt die oberen Punkte der Maske einfach nach unten schiebe, wird der untere Bereich der Raupe sichtbar.

Allerdings brauche ich diesen Teil nicht farbig. Wir können also mal schauen, welche Wirkung es hat, wenn wir das jetzt auf Multiplizieren setzen. Ich aktiviere also die Ebene mit dem unteren Teil der Raupe und gebe im Transparenz-Bedienfeld nicht Normal, sondern Multiplizieren ein. Na ja, ist nicht so überzeugend.

Außerdem müssen wir die Perspektive noch etwas anpassen. Ich gehe wieder auf den Modus Normal.

Für die Schattierung brauchen wir ja jetzt nicht solche Details wie die Konturen, Flächen und Linien – da reicht es uns, wenn wir eine einfache Fläche haben.

Ich klicke die Raupe doppelt an, dann bin ich im Isolationsmodus und sehe die gesamte Raupe, da die Maske ausgeblendet wird. Ich markiere hier die gesamte Raupe mit Strg+A und färbe sie in Grau (C 0 M 0 Y 0 K 30).

Ich gehe auf Objekt>Aussehen umwandeln und passe den hinteren Teil der Raupe meinen Wünschen an. Ich setzte die Körpersegmente eher nach unten und setze Füßchen dazu. Dabei kann ich natürlich überschüssige Flächen und Linien gleich löschen.

Ich markiere wieder die gesamte Raupe (immer noch im Isolationsmodus), stelle im Bedienfeld Transparenz auf Multiplizieren um und gebe eine Deckkraft 40% ein.

Dann nehme mit Shift+Strg+G die Gruppierung raus und sage im Pathfinder>Vereinen.

Jetzt beende ich den Isolationsmodus.

Jetzt muss ich noch die Maske anpassen, damit ich den ganzen hinteren Teil der Raupe sehe.

Ich klicke wieder auf die Raupe und erhöhe die Deckkraft auf 85%.

Der Fühler

Jetzt können wir hinter dem Fühler noch einen leichten Schatten anlegen. Dazu sperre ich die Ebene mit dem Schatten der Raupe.

Dann entsperre ich „raupe-z2“, markiere im Isolationsmodus den linken Fühler, kopiere ihn mit Strg+C und sperre die Ebene wieder.

Ich lege mir hinter der Ebene „raupe-z2“ eine neue Ebene an, benenne sie in „fuehler schatten“ um und füge mit Strg+V die Kopie des Fühlers hier ein.

Ich verschiebe den Fühler dorthin, wo der Schatten nachher sein soll, gehe wieder auf Objekt>Aussehen umwandeln und entferne dann mit Umschalt+Strg+G die Gruppierung. Über den Pathfinder sage ich wieder Vereinen.

Ich gebe dem Ganzen ein 40%-Grau.

Jetzt brauche ich wieder die Kontur der Herzform, damit der Fühler nicht noch im Himmel mit schattiert ist. Dazu entsperre ich kurzzeitig die Ebene „herzform“, kopiere die Kontur mit Strg+C und füge sie mit Strg+V vor dem Fühler ein, in der Ebene „fuehler schatten“.

Bei markierter Herzkontur, wie schon oben beschrieben, Aussehen umwandeln, hier die innere Linie löschen, der äußeren Linie ohne Farbe für die Fläche eine gut sichtbare Konturfarbe vergeben und die überflüssigen Punkte rauslöschen.

Nachdem ich um den Fühlerschatten die Linie in vereinfachter Form wieder geschlossen habe, den Fühlerschatten mit der Form zusammen markieren und im Kontextmenü>Schnittmaske erstellen wählen.

Im Bedienfeld Transparenz den Schatten wieder auf Multiplizieren und die Deckkraft auf 65% setzen.

Jetzt kann ich den Fühlerschatten noch so schieben, dass mir der Schatten gefällt. Ich verschiebe allerdings nur im Isolationsmodus, da es sonst ja meine Maske mit verschiebt! Diesen am Ende wieder beenden.

So, das sieht doch schon ganz lustig aus.

Der Text

Zu guter Letzt können wir auch noch den Text einfügen. Zunächst aber sollten wir die Ebenen in eine Hauptebene zusammenführen. Ich erstelle also eine neue Ebene und nenne sie „raupenmotiv-z2“.

Nun markiere ich alle Ebenen, die zur zweiten Zeichenfläche gehören, durch Klick auf die oberste Ebene „raupe schatten“ und dann mit gedrückter Shift-Taste Klick auf die untere Ebene „hintergrund“.

So werden alle dazwischenliegenden Ebenen mit markiert. Diese verschiebe ich nun komplett in meine „raupenmotiv-z2“-Ebene.

In dieser Hauptebene erstelle ich die Ebene „text“ über der Ebene „raupe schatten“.

Man kann jetzt das Textwerkzeug nehmen und über das Menü Schrift>Schriftart eine schöne Schrift aussuchen. Man kann sich ja auch im Internet schöne Schriften herunterladen, die man frei benutzen kann, solange man sie nicht gewerblich nutzt. Aber ich habe mir separat schon eine Datei angelegt, die ich jetzt öffne. Ich habe die Schrift mit einer Art Muster versehen, das leicht angenagt aussieht.

Ich kopiere den gesamten Text und füge ihn mit Strg+V in meine Ebene „text“ ein. Die Größe muss ich noch anpassen.

Damit der Text noch etwas besser rauskommt, kann ich mit der Farbe noch was machen. Dazu kopiere ich die Konturen mit Strg+C, markiere den gesamten Text und Gruppiere ihn.

Jetzt füge ich mit Strg+V die Kontur wieder ein und nehme als Farbe für die Kontur keine (Ohne), bei Fläche das Gelb aus dem Bedienfeld Farbfelder und setze im Bedienfeld Transparenz die Ebene auf Weiches Licht.

Ich gruppiere den gesamten Text, erstelle noch eine Unterebene „text schattierung“ im „raupenmotiv-z2“ und füge noch einmal aus der Zwischenablage den Text für eine Schattierung ein. Ich verschiebe diese Textschattierung leicht nach unten und passe die Größe ein wenig an.

Dann wähle ich für die Farbe, wie bei der Raupe auch, einen Grauton für die Fläche und keine Kontur (Ohne), die Transparenz stelle ich auf 65% ein und den Modus auf Multiplizieren.

Und voilà: Wir haben ein nettes Motiv mit einer kleinen, lustigen Raupe.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß und konntet es nachvollziehen. Ansonsten, wenn ihr Fragen habt, meldet euch einfach!

Bis dann, Tschüss.

Illustratorin und Trainerin: Annett Goebel

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