Figur im Comicstil erstellen: Raupe – Teil 1

Tutorials 1. Februar 2016 – 0 Kommentare

In diesem Video-Training wird veranschaulicht, wie man anhand einer Vorlage (Scribble) eine Figur im Comicstil umsetzen kann. 

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Ein herzliches Hallo zu dem Tutorial für Illustrator CS5, in welchem ich mithilfe eines Scribbles als Vorlage zeige, wie man eine Illustration erstellen kann. Dazu habe ich mir die Skizze einer Raupe gemacht und in Photoshop die Kontraste hervorgehoben, sodass ich die Linien in Illustrator besser erkennen kann.

Dokument öffnen und Vorlage platzieren

Ich öffne in Illustrator ein neues Dokument und benenne es gleich „raupe“.

Die anderen Einstellungen belasse ich so, wie sie sind. Wir benötigen das Dokumentenprofil Druck, 1 Zeichenfläche, A4 im Querformat und belassen den Farbmodus auf CMYK. Bestätige dann mit OK.

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Jetzt öffne ich über Datei platzieren meine Vorlage. Dabei aktiviere ich auch das Feld Vorlage. So wird das Dokument direkt in Illustrator mit verringerter Deckkraft eingebunden und die Ebene direkt mit einem Schloss versehen.

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Die Vorlage passe ich zuerst an die Zeichenfläche an. Dazu entsperre ich die Ebene mit einem Klick auf das Schloss in der Ebenen-Palette und ziehe die Vorlage – nachdem ich sie markiert habe – mit gedrückter Shift+Alt-Taste proportional aus der Mitte heraus auf.

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Jetzt sperre ich die Vorlagenebene wieder mit Klick in der Ebenenpalette (dann erscheint das Schloss wieder). Damit ist sie weiterhin im Hintergrund sichtbar und kann nicht versehentlich verändert werden.

Die Augen

Wir beginnen mit den Augen, da diese im Vordergrund liegen. Ich wähle das Ellipsen-Werkzeug, ziehe mit gedrückter Shift-Taste einen Kreis oberhalb des linken Auges auf und weise ihm eine Kontur zu – ein schönes Grau.

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Diesen Kreis dupliziere ich entweder mit der Alt-Taste – während ich die Maus bewege – oder mit Strg+C und Strg+F (für davor Einfügen). Der neue Kreis wird bei gedrückter Shift+Alt-Taste etwas verkleinert (Shift, damit es proportional verkleinert wird, und Alt, um vom Mittelpunkt aus zu verkleinern) und die Kontur danach gelöscht.

Anschließend klicke ich in der Werkzeugleiste auf Fläche und weise dem Kreis über das Verlaufswerkzeug einen radialen Farbverlauf zu. Aus der Farbfelder-Palette ziehe ich mit gedrückter Maustaste ein schönes Blau und lasse es auf dem rechten Regler „fallen“. Damit habe ich einen Verlauf von Weiß (innen) nach Blau (außen).

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Ich passe nun den Farbton noch an, indem ich, bei entsprechend markiertem Regler in der Verlaufs-Palette, das Farbe-Bedienfeld öffne und die Farbregler schiebe, bis mir die Farbe gefällt bzw. ich gebe die Zahlen über die Tastatur ein. Für das Blau wähle ich C 50, M 15, Y 20, K 0.

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In der Zwischenablage habe ich ja noch den Kreis von vorhin. Den füge ich jetzt über Strg+F noch einmal ein, passe ihn mir gleich mit Shift+Alt an und weise diesem Kreis eine schwarze Farbe ohne Kontur zu.

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Bei der Fläche mit dem Verlauf füge ich doch noch einen dunkleren Rand ein. In der Werkzeugleiste Kontur anklicken und in der Farbfeld-Palette oder mithilfe der Farbe-Palette die gewünschte Farbe auswählen. Ich nehme hier ein dunkles Blau (C 60, M 0, Y 0, K 70).

Die Pupille dupliziere ich mit gedrückter Alt-Taste und wähle ein Weiß als Füllung – das wird dann das Licht auf den Augen. Ich setze dann über die Transparenz-Palette die Transparenz auf 40%.

Diesen kleinen Kreis dupliziere ich noch mal, mache ihn noch etwas kleiner und ordne ihn leicht versetzt an.

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Ich markiere das Innere des Auges (erst das komplette Auge markieren und mit gedrückter Shift-Taste auf den äußeren Kreis klicken, damit wird dieser von der „Markierung“ abgezogen) und gruppiere es mit Strg+G. So kann ich dieses Objekt komplett greifen und ein Stück weiter nach rechts positionieren.

So sieht das ganze Auge dann aus.

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Eine Neuerung von Illustrator CS5 ist, dass ich innerhalb eines Objektes zeichnen kann, ohne deswegen eine Maske aufziehen zu müssen. Wir haben hier unten in der Werkzeugleiste drei neue Buttons.

Der linke Button ist die Standardeinstellung (Normal). Der zeigt mir, dass ich die neuen Objekte immer im Vordergrund zeichne, wie wir das grad beim Auge gesehen haben. Erst haben wir den weißen Kreis gezeichnet, dann den blauen, anschließend das Innere, die Pupille und zuletzt die Lichter. Mit dem mittleren Button hat man die Möglichkeit, dahinter zu zeichnen, das heißt, ich kann mir Flächen hinter dem großen, weißen Kreis anlegen. Was es dann noch gibt, ist das Innen zeichnen. Ich markiere den großen, weißen Kreis und wähle jetzt Innen zeichnen. Anhand der gestrichelten Linie sehe ich, dass innerhalb dieser Fläche die Farbflächen oder Konturen angelegt werden.

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Dafür wähle ich jetzt einen Pinsel mit der Einstellung Rund – 3 Punkt. Für die Fläche nehme ich aus dem Farbfelder-Bedienfeld ein Grau ohne Kontur.

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Das wende ich an und füge noch einen leichten Schatten hinzu. Dazu male ich am Rand des immer noch markierten Kreises entlang, ohne mich darum zu kümmern, ob ich den Kreis genau einhalte. Wenn ich die Maustaste loslasse, beschneidet Illustrator das Gemalte automatisch auf den Rand des Kreises.

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Mit dem Direktauswahl-Werkzeug passe ich nun den Pfad an, um den Schatten etwas runder zu gestalten, und setze noch in der Transparenz-Palette die Transparenz herunter, wenn mir der Schatten zu stark erscheint. Hier nehme ich jetzt eine Transparenz von 60 %.

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Nicht vergessen, den Zeichenmodus in der Werkzeugleiste wieder auf Normal zu stellen!

Man sieht nun, dass der Schatten innerhalb des Auges ganz gut liegt. Somit können wir das gesamte Auge jetzt mit gedrückter Alt-Taste duplizieren. Den Pupille (die innere Gruppe) verschiebe ich etwas nach links, vergrößere das ganze Auge etwas, um danach nur den äußeren Kreis wieder etwas verkleinern. Dabei sieht man, dass der Schatten proportional mit vergrößert bzw. verkleinert wird.

Jetzt haben wir die Ebene mit den Augen fertig und ich benenne sie auch gleich noch. Mit einem Doppelklick in der Ebenenpalette auf Ebene 1 kommt ein Fenster mit den Ebenenoptionen und ich gebe beim Namen „augen“ ein. Diese Ebene sperre ich auch direkt.

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Über den kleinen Button in der Ebenenpalette lege ich eine neue Ebene an und nenne diese auch gleich „gesicht“

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Das Gesicht

Ich wähle das Ellipse-Werkzeug aus und ziehe ein leichtes Oval auf.

Die Ebene „gesicht“ verschiebe ich in der Ebenenpalette mit der Maus hinter die der Augen. Als Kontur des Ovales wähle ich keine. Als Farbgebung über die Farb-Palette wähle ich eine Hautfarbe. Ich nehme die Werte C0, M20, Y25, K0.

Jetzt zeige ich noch eine andere Variante, einen leichten Schatten anzulegen. Dafür verwende ich allerdings mehrere Objekte. Das vorhin angelegte Oval kopiere ich mit Strg+C und Strg+F. Ich wähle hier einen etwas dunkleren Farbton über die Farbe-Palette (C0, M25, Y32, K0). Mit gedrückter Alt-Taste und dem Direktauswahl-Werkzeug auf der Fläche dupliziere ich dieses etwas dunklere Oval noch einmal leicht schräg nach oben.

Mit gedrückter Shift-Taste markiere ich die direkt darunterliegende Fläche und kann jetzt über das Formerstellungs-Werkzeug die Flächen voneinander trennen. Das ging vorher nur über den Pathfinder, ich finde aber dieses Tool sehr gut geeignet dafür. Jetzt sehe ich auch, dass sich der Mauspfeil ändert.

Normalerweise ist dort ein Plus, drücke ich aber die Alt-Taste, ändert sich das in ein Minus, die Fläche erscheint kariert und wird dann entfernt. Hier lösche ich die beiden oberen Flächen, sodass unten die Schattierungsfläche erhalten bleibt.

Mit Strg+F setze ich jetzt das Oval noch mal ein, entferne aus der Fläche die Farbe und lasse nur die Kontur, die ich etwas dunkler färbe.

In der Farbe-Palette lege ich dafür die Farbe auf die Werte C0, M32, Y28, K30 fest.

Ich kann auch eine andere Kontur über das variable Breitenprofil (hier das Breitenprofil 1) im Steuerungs-Bedienfeld auswählen. Das kommt dann dem Comic-Stil ziemlich nah.

Schalten wir jetzt einmal die Vorlage mit einem Klick auf das kleine Rechteck in der Ebenenpalette aus, sodass man das bisher Gezeichnete besser sieht. Auf der linken Seite ist die Linie sehr stark und auf der rechten Seite recht dünn.

Das können wir mit einem neuen Tool ändern – mit dem Breiten-Werkzeug. Dafür markiere ich erst mal die Kontur und kann jetzt die Stärke der Kontur individuell in der Breite anpassen.

Ich möchte die Linie auf der rechten Seite etwas dicker machen. Dazu klicke ich auf den kleinen weißen Punkt auf der Linie und kann nun mittels Ziehen der kleinen weißen Punkte am Rand die Linie dicker oder dünner machen.

So kann ich jeden Punkt auf dieser Linie (notfalls mit dem Ankerpunkt-hinzufügen-Werkzeug zusätzliche Punkte hinzufügen) bearbeiten. Auf diese Weise passe ich die Linien meinen Bedürfnissen an.

Das Gesicht ist jetzt im Groben fertig. Ich schalte die Vorlage wieder ein, sperre die Ebene mit dem Gesicht und blende sie aus.

Der Mund

Ich erstelle mithilfe der Ebenenpalette eine neue Ebene. Mit einem Doppelklick benenne ich diese Ebene gleich in „mund“ um.

Nun wähle ich die Bezierkurve aus, indem ich in der Werkzeugleiste auf den Zeichenstift klicke, und ziehe für den oberen Mundteil eine Kontur auf. Diese färbe ich etwas rötlicher oder pinkfarbener ein, so wie Lippen nun mal sind (Farbwerte: C0, M65, Y35, K10).

Auch hier habe ich die Möglichkeit, die Kontur mit dem variablen Breitenprofil anzupassen.

Diese Kontur kopiere ich mit gedrückter Alt-Taste nach unten, skaliere sie etwas kleiner und verjünge sie leicht auf der rechten Seite mithilfe des Breiten-Werkzeugs.

Hinter diesen angedeuteten Lippen skizzieren wir jetzt die Zähne. Dazu nehme ich wieder das Zeichenstift-Werkzeug, wähle zur besseren Unterscheidung eine andere Farbe, ziehe grob eine Fläche auf und wähle als Füllung Weiß.

Mit einem rechten Mausklick auf die Fläche rufe ich das Kontext-Menü auf und über Anordnen>in den Hintergrund verschiebe ich die Fläche nach hinten.

Ich markiere die beiden Lippenkonturen und kopiere sie mit Strg+C und Strg+F. Zusätzlich markiere ich mit der Shift-Taste die Zahnfläche, rufe das Formerstellungs-Werkzeug auf und kann jetzt mit gedrückter Alt-Taste sagen, welche Fläche ich löschen möchte.

Ich entferne hier die obere und die untere Fläche der Zähne und zusätzlich die äußeren Teile der Lippen-Linie. Diese Linien erscheinen in Rot, sobald ich mit der Maus darüberfahre.

Ich klicke noch mal auf die innere Fläche, die Zähne, dieses Mal ohne die Alt-Taste.

Mit dem Auswahl-Werkzeug markiere ich die Zähne, färbe die Fläche weiß, versehe sie mit einer grauen Kontur von 0,75 pt und lege dann innerhalb dieser weißen Fläche im Zeichenmodus Innen zeichnen einen Schatten an.

Es werden mir wieder die gestrichelten Linien um die ausgewählte Fläche angezeigt. Ich wähle als Farbe einen helleren Grauton, nehme einen Pinsel in einer anderen Pinselstärke und setze innerhalb der Fläche oben und unten einen Schatten.

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug wähle ich jetzt diese zwei grauen Linien aus, setze die Transparenz über die Transparenz-Palette herunter auf 60 % und gehe wieder in den normalen Zeichenmodus über.

Für die Mundwinkel erstelle ich einen kleinen Kreis. Dort möchte ich gern als Füllung die gleiche Farbe wie bei den Lippen. Dazu klicke ich, bei weiterhin markiertem Kreis, auf das Pipette-Werkzeug und mit der Pipette dann auf die Linie der Lippen. Nun habe ich den Kreis mit der gleichen Kontur versehen wie die Lippen.

Klicke ich nun noch auf den Doppelpfeil bei Farbfläche und Kontur, wird die Farbe von Kontur und Fläche vertauscht.

Im Folgenden möchte ich die Zähne etwas besser andeuten. Dazu kopiere ich die untere Linie der Lippen mit Strg+C und Strg+F. Dann setze ich die Kontur auf ein leichtes Grau, schiebe sie ein Stück nach oben und passe sie meinen Vorstellungen an. Mit dem Direktauswahl-Werkzeug mache ich die Kurve rechts etwas flacher und mit dem Breiten-Werkzeug verändere ich wieder die Dicke der Linie.

Dann nehme ich den Zeichenstift und zeichne eine senkrechte, leicht gebogene Linie mit einer Stärke von 0,5pt ungefähr in die Mitte der „Zähne“. Da die Konturenenden so eckig erscheinen, habe ich noch die Möglichkeit, über die Kontur-Palette die Abschlusspunkte abzurunden.

Bei kleiner Darstellung erkennt man das zwar nicht; sollte man die Grafik aber doch in größerem Format ausdrucken, fällt es doch sehr auf.

Nachdem wir den Mund haben, sperre ich auch diese Ebene und löse noch mal das Schloss auf der Ebene mit dem Gesicht.

Wir setzen auf das Gesicht mit dem Ellipse-Werkzeug noch ein paar Wangen. Hier kann ich auch mit der Pipette die Farbe auswählen, indem ich auf den Kreis vom Mundwinkel klicke.

In der Transparenz-Palette setze ich die Transparenz auf 30%. Den Kreis schiebe ich ein wenig nach oben und dupliziere ihn mithilfe der Alt-Taste nach rechts. Ich wähle beide „Wangenpunkte“ und über den Menüpunkt Effekte>Stilisierungsfilter>Weiche Kante… rufe ich das Fenster auf, in dem der Radius eingegeben kann. Bei Vorschau aktiviere ich das Häkchen und gebe einen Radius von 0,75mm ein.

Jetzt sperre ich die Ebene „Gesicht“ auch wieder, hier sind wir fertig. So sieht unsere Raupe jetzt aus.

Bevor wir fortfahren, sollten wir unsere Datei auch mal abspeichern. Im Menü Datei>Speichern oder Speichern unter… wählen, dort können wir uns den Speicherort wählen. Den Namen haben wir schon bei der Dokumenteneinrichtung gewählt. Die restlichen Einstellungen belasse ich so, wie sie voreingestellt sind, und bestätige mit OK.

Der Kopf

Ich dupliziere die Gesichtsebene, indem ich in der Ebenen-Palette die Ebene anklicke und auf dem Button Neue Ebene ziehe. Ich benenne diese Ebene gleich „kopf“ und verschiebe diese unter die Ebene „gesicht“. Die Ebene „gesicht“ sperre ich.

Ich markiere mir alles in der Ebene „kopf“ und ziehe sie mit der Maus und gedrückter Shift+Alt-Taste proportional größer. Die Wangen kann ich hier entfernen. Da ja Raupen meist grün erscheinen, erstelle ich mithilfe des Farbe-Bedienfeldes einen Grünton mit den Werten C20, M0, Y65, K0.

Diese Farbmischung kann ich in der Farbfelder-Palette ablegen. Das Farbfeld aus der Farbe-Palette ziehe ich mit gedrückter Maustaste in die Farbfelder-Palette, bis ein dunkelgrauer Strich dort erscheint, und lasse dann los. Dazu müssen beide Bedienfelder geöffnet sein!

Für die Schattierung lege ich ein etwas dunkleres Grün mit einem etwas höheren Schwarzanteil an (Werte: C25, M0, Y72, K10), für die Kontur ein noch dunkleres (C32, M0, Y85, K30), und lege beide auf die gleiche Weise in meiner Farbfelder-Palette ab.

Jetzt kann ich alles einfach umfärben, indem ich den Kreis, die Kontur und später den Schatten anklicke und mithilfe der abgelegten Farben in der Farbfelder-Palette die entsprechenden Farben vergebe. Notfalls kann ich bei der Schattierung noch die Transparenz ändern. Dann noch hinter dem Gesicht einen leichten Schatten einfügen.

Dazu markiere ich den großen grünen Kreis, dupliziere ihn mit Strg+C und Strg+F und verkleinere ihn (mit Shift+Alt-Taste) und gebe ihm die Farbe, die ich für die Schattierung angelegt habe, jedoch ohne eine Kontur.

Die Fühler

Hinter diesem Kopf können wir gleich die Fühler anlegen. Dafür wähle ich das Zeichenstift-Werkzeug und wähle in der Werkzeugleiste die Option Dahinter zeichnen. Dafür muss ich allerdings den Kreis (nicht die Kontur!) markieren, dann wird der Fühler hinter der markierten Fläche aufgezeichnet.

Diese Linie kann ich jetzt auch wieder mit dem Breiten-Werkzeug anpassen. Ich klicke auf den Punkt, der hinter dem Kopfkreis liegt, und ziehe die Linie etwas mehr in die Breite.

Diese Konturlinie wandeln wir nun in eine Fläche um. Das geschieht über das Menü Objekt>Aussehen umwandeln.

Zusätzlich können wir über Objekt>Pfad>Vereinfachen die überschüssigen Punkte aus dieser Fläche entfernen. Achtet darauf, dass die Kurvengenauigkeit auf 100% ist. Bei weniger als 100% sieht man, wenn man den Haken bei der Vorschau gesetzt hat, dass die Kurve sehr von der Vorgabe abweicht.

In diesem Fenster sieht man auch, dass es vorher 27 Punkte waren und jetzt nur noch 19 Punkte. Dann einfach bestätigen mit OK.

Jetzt weise ich dem Fühler noch eine Kontur zu. Die Farbe hatten wir ja vorhin angelegt und nehmen sie aus der Farbfelder-Palette. Ich wähle für die Kontur auch wieder eine Duktuslinie aus dem Breitenprofil.

Die Kontur passen wir in der Stärke auch wieder mit dem Breiten-Werkzeug an.

Um den Fühler fertigzustellen, zeichnen wir noch einen Kreis. Darauf achten, dass wir auf dem Modus Normal zeichnen sind, damit der Kreis nicht dahinter oder gar in der Fläche eingefügt wird. Mit gedrückter Shift-Taste einen Kreis aufziehen, der Farbfläche die Schattenfarbe zuweisen und in die Zwischenablage kopieren (Strg+C).

Dann die Kontur anpassen, indem wir wie vorhin beschrieben die Duktuslinie auswählen und mit dem Breiten-Werkzeug die Stärke der Kontur verändern.

Über Strg+F den Kreis noch einmal einfügen, Kontur keine, als Füllung nehmen wir das hellere Grün. Das wird das kleine Licht für den Fühler.

Jetzt den kompletten Fühler markieren und mit der Alt-Taste auf die andere Seite des Kopfes kopieren. Da hier der Fühler vor dem Kopf ist, setzen wir ihn über Objekt>Anordnen>In den Hintergrund hinter den Kopf. Über das Kontextmenü Transformieren>Spiegeln… wird der Fühler noch vertikal gespiegelt.

Den Fühler müssen wir jetzt noch ein wenig drehen, damit er in der richtigen Position ist. Einfach in die Nähe eines Eckpunktes gehen, bis der Mauszeiger einen gebogenen Doppelpfeil bildet, und ihn dann mit gedrückter Maustaste nach unten ziehen.

Nun setze ich den Lichtpunkt auf meinem rechten Fühler noch nach oben und schließe mit Klick auf das Schloss die Ebene „kopf“ ab.

Speichern und dann können wir mit dem Körper fortfahren.

Der Körper

Dazu erstellen wir uns wieder eine neue Ebene, benennen sie gleich um in „koerper“ und schieben sie unter die Ebene „kopf“.

Mit dem Ellipse-Werkzeug zeichnen wir die Form nach. Ich kopiere dann mit gedrückter Alt-Taste die erste Ellipse nach unten, vergrößere sie und füge mit dem Zeichenstift-Werkzeug einen extra Punkt ein, da der Körper hier eine leichte Ausbuchtung hat.

Ich verschiebe die Punkte dann so, dass die Linien der vorgezeichneten Körperform angepasst werden.

Für den Bauch wähle ich ebenfalls das Ellipse-Werkzeug, da weise ich schon direkt die Farbe zu (C0, M10, Y45, K0).

Mit dem Zeichenstift-Werkzeug zeichne ich den unteren Teil des Bauches. Diese beiden Teile werden dann miteinander verbunden. Dazu öffne ich über das Menü Fenster die entsprechende Palette Pathfinder, markiere die Ellipse und den unteren Teil des Bauches und sage im Bedienfeld bei Formmodi>Vereinen.

Um den überschüssigen Teil zu löschen, dupliziere ich die untere Ellipse des Körpers, markiere mit Shift den Bauchbereich und lösche dann mit dem Formerstellungs-Werkzeug und gedrückter Alt-Taste den überstehenden Teil des Bauches. Die ebenfalls kopierten Konturlinien des Körpers werden dabei auch entfernt.

Jetzt werden auch die beiden Flächen des Körpers mit dem hellen Grün aus der Farbfelder-Palette eingefärbt und die Kontur gelöscht.

Den großen Kreis des Körpers verschiebe ich nach hinten. Dies geht zum einen mit Strg+X für „Ausschneiden“ und Strg+B für „dahinter einfügen“ oder zum anderen über das Kontextmenü Anordnen>In den Hintergrund.

Im oberen Kreis lege ich noch einen Schatten an. Dazu kopiere ich die Fläche und füge sie ein. Dann wähle für diese Fläche die angelegte Schattierungsfarbe und setze die Transparenz runter auf 40%. Mit Maus und Alt-Taste kopiere ich diesen Kreis, schiebe ihn leicht nach oben und verkleinere ihn. Jetzt ziehe ich diesen Kreis von dem etwas größeren ab und nutze dazu entweder das Formerstellungs-Werkzeug oder den Pathfinder, sodass ich mir sozusagen eine Öffnung erstelle.

Ich markiere dann diesen Schatten, füge über Strg+F darüber die Fläche (den kleinen Kreis) noch einmal ein und lege mir eine Kontur an. Fläche auf keine und aus der Farbpalette nehme ich das dunkle Grün für die Kontur.

Bei markierter Kontur gehe ich auf Objekt>Pfad>Ankerpunkte hinzufügen

… und kann jetzt sehen, dass der Kontur verschiedene Ankerpunkte hinzugefügt wurden.

Den untersten Ankerpunkt entfernen wir, indem wir ihn markieren und dann Entf drücken, und weisen der Kontur eine Duktuslinie zu. Die genaue Breite passen wir dann mit dem Breiten-Werkzeug an.

Das Gleiche machen wir mit dem unteren Kreis jetzt auch. Kopieren, einfügen, die Schattenfarbe zuweisen, mit der Alt-Taste ein Stück nach oben verschieben und mit dem Pathfinder voneinander trennen.

Die Fläche, die bleiben soll, markiere ich mit Maus und Shift-Taste, um sie aus der Markierung zu lösen. Der Rest wird dann gelöscht. Den Schatten anschließend markieren und die Transparenz auch hier auf 40% setzen.

Jetzt legen wir noch den Schatten für den Bauch an. Dazu markiere ich die Bauch-Fläche, kopiere sie einmal und verleihe der Kopie eine neue Farbe (C0, M18, Y60, K0). Auch hier wieder mit gedrückter Alt-Taste die Fläche nach links oben verschieben und die Höhe und Breite etwas anpassen (verkleinern). Dann die beiden dunkleren Bauchflächen markieren und entweder mit dem Formerstellungs-Werkzeug oder dem Pathfinder voneinander abziehen. Dieses Mal setze ich die Transparenz auf 70%.

Ich markiere noch mal die Fläche des Körpers mit Strg+C und mit Strg+F füge ich sie noch einmal ein, um sie mit Fläche keine und der dunklen Kontur zu versehen. Hier testen wir auch mal eine andere Duktuslinie und nehmen das Breitenprofil 2.

Jetzt ist es allerdings besser, den Bauchbereich anzupassen, da sonst die Konturlinie dahinter verschwindet.

Dazu kopiere ich die Kontur des unteren Kreises und füge sie im Vordergrund vor dem Bauchbereich ein. Zusätzlich zur Kontur markiere ich den mit dem Direktauswahl-Werkzeug den Bauch und dessen Schattierung. Mit dem Formerstellungs-Werkzeug sage ich bei gedrückter Alt-Taste, dass ich die Kontur im oberen Bauchbereich entfernen möchte.

Ich markiere noch mal mit dem Direktauswahl-Werkzeug den oberen Kreis des Körpers und wähle danach gleich den untersten Punkt an. Mit Strg+C und Strg+F füge ich mir den halben Kreis noch einmal ein, wähle mit der Pipette die Schatten-Farbe des Bauches aus und mit Drücken der Taste X wechsle ich diese zur Konturfarbe. So kann ich vor dem Bauch leichte Rillen anlegen, sodass es etwas wulstiger erscheint. Ich setze mit dem Zeichenstift-Werkzeug noch zwei zusätzliche Punkte und lösche die zwei äußersten Punkte.

Ich passe die Linie noch weiter an, nehme dafür eine Duktuslinie (Breitenprofil 5) mit 3pt sowie eine etwas kräftigere Farbe (C0, M30, Y70, K0). Das neu erstellte Farbfeld ziehe ich in die Farbfelder-Palette, da wir es noch benötigen.

Mit gedrückter Alt-Taste kopiere ich diese Linie noch zwei Mal und skaliere sie mithilfe des Direktauswahl-Werkzeugs in der Breite, wobei ich dabei auch den Kurvenverlauf noch verändere.

Ich kopiere noch mal die helle Fläche des Bauches, füge sie mir ein, Fläche keine, Kontur über die Farbfelder-Palette das dunkle Gelb der Rillen, dieselbe Duktuslinie wie bei den Rillen, auch mit 3pt. Mit dem Direktauswahl-Werkzeug klicke ich die untere Linie an und entferne sie.

Dann haben wir schon mal den vorderen Teil des Körpers.

Der hintere Teil des Körpers

Für den hinteren Teil des Körpers kopiere ich den unteren großen Kreis zusammen mit Schatten und Kontur mit Strg+C. Jetzt erstelle ich mir unter der Ebene „koerper“ eine neue Ebene, die Ebene „koerper“ sperre ich dabei gleich und nenne die neue Ebene „koerper hinten“. Mit Strg+F füge ich auf dieser neuen Ebene den Kreis ein.

Ich verkleinere diesen Kreis, setze die Farbe auf die etwas dunklere (Schatten-) Farbe, markiere den Schatten und in der Transparenz-Palette setze ich den Ebenenstil auf Multiplizieren.

Diesen Kreis wieder markieren, mit Strg+C und Strg+B wieder dahinter einfügen und ihn verkleinern. Den Schritt wiederholen, den Kreis nochmals dahinter einfügen und verkleinern. Anschließend die Ebene mit einem Schloss sichern und die Datei nochmals speichern!

Jetzt machen wir mit den Armen weiter. Dazu legen wir oberhalb der „koerper“-Ebene eine neue Ebene an und nennen diese „arme vorn“. Wir ziehen uns eine leichte Ellipse auf. Diese können wir mit dem Direktauswahl-Werkzeug bearbeiten oder wir gehen über das Menü Effekt>Verkrümmungsfilter>Bogen verschiedene Transformationsfilter ausprobieren. Vorschau anklicken, dann kann man das Ergebnis gleich sehen. Ich bevorzuge „Fisch“ hier „Vertikal“ mit einer Biegung von -21.

Jetzt sieht man, dass aus dem Oval schon eine passable Form erstellt werden kann. Diese Form wandle ich über Objekt>Aussehen umwandeln in eine Fläche um. Dies ist nötig, da ansonsten die Form der Ellipse beim Drehen immer wieder unerwünscht verzerrt wird.

Ich weise dem Arm die Körperfarbe zu. Über Kopieren und Einfügen lege ich den Schatten an mit einer Transparenz von 40%. Mit der Alt-Taste kopiere und verkleinere ich ihn. Über die Pathfinder-Palette entferne ich dann die Schnittmenge.

Ich drehe den Arm ein wenig und platziere ihn an der richtige Stelle. Lege dann im Vordergrund mit dem dunkleren Grün eine Kontur an. Mit Strg+C und Strg+F, für die Fläche keine Farbe und als Konturfarbe das dunkle Grün. Ich lege über Objekt>Pfad>Ankerpunkte hinzufügen noch ein paar Ankerpunkte an, lösche dann den untersten Punkt des Armes und wähle für die Kontur wieder eine Duktuslinie (Breitenprofil 1) 2pt. Diesen einen Arm gruppiere ich (Fläche, Schatten und Kontur markieren, dann Strg+G drücken). Mit der Alt-Taste kopiere und verschiebe ich ihn anschließend und verzerre ihn mit dem Effekt-Verkrümmungsfilter-Bogen so, dass die Arme sich nicht zu sehr ähneln.

Jetzt können wir den zweiten Arm an seinen Platz schieben.

Den oberen Arm schiebe mit der Alt-Taste rüber auf die rechte Seite. Mit Objekt>Transformieren>Spiegeln (hier Vertikal) drehe ich diesen Arm und platziere ihn auf der rechten Seite des Körpers. Das Gleiche mache ich mit dem unteren linken Arm.

Ich kopiere mir diesen dann noch einmal, drehe ihn ca. um 90°, verkleinere ihn und platziere ihn als linken Fuß. Genauso wie vorhin bei den Armen kopieren, spiegeln und schon haben wir den rechten Fuß, den ich dann auch gleich auf die rechte Seite herüberziehe.

Den rechten Fuß kopiere ich und weise den helleren Flächen mit dem Direktauswahl-Werkzeug die dunklere Schattenfarbe zu. Der Fläche weise ich in der Transparenz-Palette dann den Ebenenmodus Multiplizieren bei einer Deckkraft von 40 % zu.

Mit dem Auswahl-Werkzeug markiere ich wieder den Fuß und verschiebe ihn weiter hinten an den Körper, wo er dann noch entsprechend in der Größe angepasst wird. Diesen Schritt wiederhole ich dann nochmals für den dritten Fuß, wobei wir diesmal die Farbe so beibehalten können, und damit ist unsere kleine Raupe auch schon fertig.

Illustratorin und Trainerin: Annett Goebel

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