Illustrieren einer Grußkarte

Tutorials 25. April 2012 – 1 Kommentar

Wie Du in Adobe Illustrator eine eigene Grußkarte erstellen kannst zeigt Dir Goebie .

Durch die ausführliche Beschreibung und Bebilderung ist dieses Tutorial vor allem für Einsteiger sehr empfehlenswert. Mit wenig Aufwand und Systematik kommen die unterschiedlichsten Werkzeuge sowie Effekte zum Einsatz und lassen auf ein ansprechendes Resultat schließen.

Doch auch die Profis unter uns dürfen sich gern inspirieren lassen. Jeder hat für sich seine Technik entwickelt, wie er seine Ideen umsetzt. Aber im eigentlichen Sinne lernt man ja nie aus, und vielleicht ist ja das ein oder andere mit dabei, welches man gern mit in den eigenen Fundus einfließen lassen möchte.

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1. Schritt:

Öffnet im Illustrator über Datei>Neu… bzw. Strg+N ein neues Dokument mit der Größe von 105 mm x 210 mm.

 

2. Schritt:

Über Datei>Platzieren… öffnen wir innerhalb unseres Dokuments die Vorlage für unseren Pinguin (tif, jpg) und bestätigen die Option mit einem Häkchen bei Vorlage.


Wir sehen dabei, dass unterhalb unserer „Ebene 1“ eine Vorlagenebene mit dem Namen der Originaldatei angelegt wird.

 

3. Schritt:

Auf der „Ebene 1“, welche wir mit einem Doppelklick in „Körper“ umbenennen, zeichnen wir mit dem Zeichenstift-Werkzeug (P) die Kontur der Figur nach. Für die Kontur wählen wir Schwarz und für die Fläche keine Füllfarbe.

 

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug (A) können wir die einzelnen Punkte nachträglich positionieren und mit den Anfassern die Kurven anpassen.

 

Beachtet dabei, dass diese Kontur Unterbrechungen aufweist und nicht komplett geschlossen ist. Mit dem Menüpunkt Auswahl>Alles auswählen bzw. Strg+A wählen wir alle Konturen und weisen ihnen das Aussehen einer Duktuslinie zu. Dabei gehen wir im Fenster Pinsel auf den kleinen rechten Button unter Schließen und öffnen uns die Pinselbibliothek Kalligrafisch.

 

In der Listenansicht des Fensters Kalligrafisch wählen wir uns die „3 pt oval“ und schließen dieses Fenster wieder.


Da noch alle Konturen markiert sind, setzen wir im Fenster Kontur die Stärke auf 0,75 pt und sperren diese Ebene.

 

4. Schritt:

Anschließend duplizieren wir uns diese Ebene, indem wir sie mit gehaltener linker Maustaste auf das Symbol Neue Ebene erstellen ziehen.


Auf der neuen entsperrten Ebene ziehen wir nun die Konturen für den Schnabel und den Bauch.

 

Mit dem Auswahl-Werkzeug (V) markieren wir uns die gerade gezeichnete Schnabellinie sowie die obere Kontur des Körpers und teilen die Flächen im Fenster Pathfinder.


Mit dem Klicken der rechten Maustaste auf das Objekt heben wir im Kontextmenü die Gruppierung auf und löschen die überstehende Fläche.

 

Mit dem Auswahl-Werkzeug (V) passen wir den Schnabel von Größe her noch etwas an und weisen ihm den gleichen Pinsel wie beim Körper zu. Mit dem unteren Schnabelbereich und dem Bauch verfahren wir genauso wie eben beim oberen Schnabel beschrieben. Die restlichen Linien des Körpers, die nicht gebraucht werden, löschen wir. Mit dem Auswahl-Werkzeug (V) den Bauch markieren und über Menü>Bearbeiten>Ausschneiden bzw. Strg+X und auf eine neuen Ebene über Menü>Bearbeiten>Davor einfügen bzw. Strg+F verschieben. Die Ebene mit dem Schnabel und die mit dem Bauch umbenennen und sperren.

 

5. Schritt:

Zwischen den Ebenen „Schnabel“ und „Körper“ eine neue Ebene erstellen und ihr den Namen „Auge“ zuweisen. Mit dem Ellipse-Werkzeug (L) und Shift einen Kreis aufziehen. Diesen mit Strg+C kopieren, mit Strg+F davor einfügen, die Konturenfarbe entfernen und ihm die schwarze Füllfarbe zuweisen. Mit dem Auswahl-Werkzeug (V) die Größe und Position anpassen. Ebenso erstellen wir die Lichter des Auges, füllen es mit weißer Farbe und setzen im Fenster Transparenz die Deckkraft auf 30 %. Den weißen Kreis mit Alt duplizieren und anpassen.

 

Nun markieren wir mit dem Auswahlwerkzeug (V) den äußeren Kreis, kopieren ihn mit Strg+C und fügen ihn über Menü>Bearbeiten>Dahinter einfügen bzw. Strg+B ein. Der Fläche weisen wir weiße Farbe zu und entfernen die Konturenfarbe. Über Menü>Objekt>Verlaufsgitter erstellen… erstellen wir für die Schattierung des Auges ein Netz.

 

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug (A) markieren wir uns mit Shift im unteren Randbereich einzelne Punkte und färben sie in ein helles Grau. Damit man die Punkte besser zu fassen bekommt, wechselt man im Menü Ansicht in die Pfadansicht bzw. Strg+Y.


 

6. Schritt:

Nach und nach erstellen wir uns die weiteren Ebenen für die Flügel, Füße, Zunge, Mund und Augenbrauen.

 

7. Schritt:

Nun beginnen wir mit der Kolorierung, kopieren uns die Ebene des Körpers und verschieben diese im Fenster Ebenen direkt darunter. Mit dem Direktauswahl-Werkzeug (A) markieren wir jeweils die nahe beieinanderliegenden Konturenenden und über Menü>Objekt>Pfad>Zusammenfügen bzw. Strg+J schließen wir diese.

 

Wir entfernen die Konturenfarbe und füllen die Fläche in ein bläuliches Dunkelgrau. Mit dem Zeichenstift-Werkzeug (P) zeichnen wir nun die Flächen für die Lichter und Schatten.

 

Mit Strg+C und Strg+F kopieren wir uns die Körperfläche und markieren mit Shift die Flächen für die Lichter sowie die Schatten. Über das Fenster Pathfinder teilen wir die Flächen wieder auf, …

 

… nehmen über das Kontextmenü die Gruppierung heraus und löschen die überstehenden Objekte. Anschließend färben wir die oberen zwei Flächen heller und die untere dunkler ein. Mit dem Ellipse-Werkzeug (L) erstellen wir noch vereinzelte Lichtpunkte und verteilen sie in den oberen Bereichen.

 

8. Schritt:

Für die weitere Ausarbeitung des Pinguins wiederholen wir einfach den Schritt 7 und erstellen die restlichen Ebenen für den Körper.

 

9. Schritt:

Nun entsperren wir alle Ebenen, wählen mit Strg+A alles aus und kopieren mit Strg+C unsere Figur in die Zwischenablage. Über der obersten Ebene erstellen wir eine neue, benennen sie „Pinguin“, markieren uns mit Shift alle Ebenen darunter (außer der Vorlage) und verschieben diese in die gerade erstellte.

 

Diese sperren wir, erstellen eine neue Ebene mit dem Namen „Bewegung“ darunter und fügen über die Zwischenablage mit Strg+F unsere Figur ein. Mit Strg+G gruppieren wir diese und setzen im Fenster „Transparenz“ den Modus auf Multiplizieren und die Deckkraft auf 20 %. Mit der Maus verschieben wir den leicht durchsichtigen Pinguin etwas nach oben, kopieren uns diesen mit Alt erneut und setzen dabei die Deckkraft der Transparenz weiter herunter. Mit dem Zeichenstift-Werkzeug (P) deuten wir nun noch leichte „Fluglinien“ an und sperren diese Ebene.

 

10. Schritt:

Mit dem Rechteck-Werkzeug (M) ziehen wir uns auf einer neuen Ebene über die gesamte Fläche ein Viereck mit einer Größe von 111 mm x 216 mm (mit Beschnitt) auf. Mit dem Liniensegment-Werkzeug (Shift+:) ziehen wir mit Shift über die gesamte Arbeitsfläche eine vertikale Linie, wählen das Drehen-Werkzeug (R) und setzen mit Alt mittig von der Fläche den Drehpunkt. In dem sich öffnenden Fenster Drehen setzen wir den Winkel auf -10 und bestätigen mit Kopieren.

 

Mit Strg+D wiederholen wir diesen Schritt, bis die gesamte Fläche mit diesen Linien bedeckt ist.

 

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug (A) wählen wir uns die nebeneinanderliegenden Endpunkte, fügen diese mit Strg+J zu Flächen zusammen und transformieren diese Flächen, sodass der Mittelpunkt im Bereich des Pinguins liegt und die Flächen komplett das Hintergrund-Rechteck überschneiden. Die Konturenfarbe entfernen wir und weisen den Flächen zur besseren Unterscheidung eine weiße Füllung zu. Mit Strg+C und Strg+F fügen wir eine Kopie des Rechtecks ein, markieren mit Shift die „Strahlen“ und teilen die Flächen über den Pathfinder auf.

 

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug (A) und Shift klicken wir auf die Flächen, welche stehenbleiben sollen, und löschen die restlichen mit Entf.

 

Die gruppierten „Strahlen“ füllen wir nun mit einem kreisförmigen Verlauf, setzen den Modus im Fenster Transparenz auf Weiches Licht und die Deckkraft auf 60 %. Diese Ebene sperren und direkt darüber eine neue für die Wolken erstellen.

 

11. Schritt:

Mit dem Ellipse-Werkzeug (L) und weißer Füllfarbe ziehen wir überschneidend einzelne Kreise auf, fügen diese im Pathfinder zusammen …

 

… und wandeln sie in eine Fläche um.

 

Mit Strg+C kopieren wir uns diese Form in die Zwischenablage, setzen die Transparenz auf eine Deckkraft von 30 % und fügen über Strg+F die Form davor ein. Dieses oberste Objekt verkleinern wir etwas und setzen dessen Deckkraft auf 50 %. Mit Strg+F fügen wir diese Form ein letztes Mal ein, entfernen die Füllfarbe, setzen die Kontur auf weiße Farbe und weisen ihr den Pinsel „3 pt oval“ zu. Mit dem Ellipse-Werkzeug (L) zeichnen wir noch eine leichte Lichtreflexion oberhalb der Wolke, mit Strg+A und Strg+G gruppieren wir das gesamte Objekt und erstellen uns mit Alt vereinzelte Kopien.

 

12. Schritt:

Zu guter Letzt erstellen wir an oberster Stelle noch eine Ebene mit unserem gewünschten Text.

 

Über Menü>Fenster>Schrift>Zeichen bzw. Strg+T öffnen wir uns das Modifizierungsfenster für unsere Schrift und passen unseren Text mit der Wahl der Schriftart, Größe und Absatz an.

 

Mit Strg+C und Strg+B fügen wir uns diesen Text dahinter ein, weisen der Kontur sowie der Füllung eine hellblaue Farbe zu und verleihen ihr im Fenster Kontur eine Stärke von 13 pt mit abgerundeten Ecken.

 

Diesen Text neu mit Strg+C kopieren, über Strg+B dahinter einfügen, der Kontur und der Füllung einen etwas dunkleren hellblauen Farbton geben, den Modus im Fenster Transparenz auf Multiplizieren mit einer Deckkraft von 60 % setzen und den Text mit den Pfeiltasten leicht schräg nach unten verschieben. Die Ebene fixieren und …


… „voilà!“ – fertig ist unsere Illustration:

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Eine Antwort zu “Illustrieren einer Grußkarte”

  1. Rebbekka sagt:

    Als absoluter Einsteiger habe ich mich durchgefummelt und echt viel gelernt. Ab und an musste ich ein paar Hilfen googeln, aber ansonsten hat es viel Spaß gemacht. Danke

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