Adobe Illustrator – Grundlagen: Dateiformate und Drucken

Es gibt in Illustrator unterschiedliche Arten, eine Illustration abzuspeichern. Die Formate AI, PDF, EPS, SVG, PNG, PSD, JPG, FXG werden hier eingehend erläutert. Außerdem gibt es diverse Tipps und Tricks zum Umgang mit Dateien beim Export im PSD. Des Weiteren folgt am Ende des Workshops eine Erklärung zum Drucken von Illustrationen und den dabei möglichen Einstellungen.

Um eine Datei zu speichern, klicke ich im Menü auf Datei>Speichern bzw. Speichern unter, um ggf. die Datei nicht zu überschreiben. Ich sehe durch ein * im Dokumente-Reiter gleich hinter dem Dokumenten-Namen, ob die Datei seit der letzten Speicherung bearbeitet wurde.

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Ich habe fünf Hauptdateiformate: AI, PDF, EPS, FXG und SVG, in denen ich speichern kann. Diese Datei-Formate enthalten alle Daten aus Illustrator (einschließlich mehrerer Zeichenflächen). Nur bei den Formaten PDF und SVG muss ich die Option Illustrator-Bearbeitungsfunktionen beibehalten auswählen, damit alle Daten aus Illustrator erhalten bleiben. Bei EPS und FXG werden einzelne Zeichenflächen als separate Dateien abgespeichert. Mit SVG wird nur die aktive Zeichenfläche gespeichert und z. B. im Browser angezeigt. Es wird jedoch der Inhalt aller Zeichenflächen gespeichert und kann jederzeit mit Illustrator wieder korrekt aufgerufen werden.

 

Wenn ich über Datei>Exportieren gehe, habe ich zwar noch mehr Dateiformate zur Verfügung, jedoch werden dabei nicht alle Dateiinformationen mit gespeichert, und ein erneutes Öffnen in Illustrator sorgt dafür, dass die Datei nicht zu 100% bearbeitbar ist.

 

Das Illustrator-Format

Sollte mein Dokument mehr als nur eine Zeichenfläche beinhalten und möchte ich das Dokument für eine ältere Version speichern, habe ich die Möglichkeit, jede einzelne Zeichenfläche als separate Datei zu speichern oder den Inhalt aller Zeichenflächen in einer einzelnen Datei zusammenführen.

Version: Unter dem Punkt Version kann ich die zu speichernde Version auswählen. Ich muss dabei aufpassen, wenn ich nicht die aktuelle Version auswähle, weil ältere Versionen teilweise Funktionen nicht beherrschen und diese nicht mit gespeichert werden können bzw. bei ganz alten Versionen sogar die Transparenz reduziert werden muss.

 

Schriftarten: • Subset-Schriften, wenn Prozentsatz der Zeichen kleiner ist als legt fest, wann die gesamte Schriftart eingebettet wird. Wenn eine Schrift z. B. 500 Zeichen enthält, in meinem Dokument jedoch nur 50 Zeichen davon verwendet werden, ist es manchmal sinnvoller, die Schrift nicht einzubetten, um die Dateigröße gering zu halten. Jedoch habe ich später in z. B. Acrobat nicht die Möglichkeit, auf den gesamten Schriftzeichensatz zuzugreifen, und eine Bearbeitung ist dann nur mit den 50 Zeichen möglich. Darum sollte diese Option genau überlegt sein. Wenn es auf die Dateigröße nicht ankommt, sollte die Standardeinstellung 100% beibehalten bleiben.

PDF-kompatible Datei erstellen:

Habe ich diese Option gesetzt, speichert Illustrator eine PDF-Version des Dokuments in die Datei ab. Vorteil: Ich kann die Datei auch in Acrobat anschauen. Nachteil: Die Datei wird größer.

Verknüpfte Dateien einschließen:

Bettet alle Dateien ein, die mit dem Bildmaterial verknüpft sind.

ICC-Profil einbetten:

Exportiert das Dokument mit einem Farbmanagement.

Komprimierung verwenden:

Komprimiert PDF-Daten in der Illustrator-Datei. Habe ich diese Option aktiviert, dauert der Speichervorgang etwas länger. Sollte der Speichervorgang länger als 5–8 Minuten dauern, sollte die Option deaktiviert werden.

Jede Zeichenfläche in einer separaten Datei speichern:

Diese Option, die jede Zeichenfläche als separate Datei speichert, steht mir nur zur Verfügung, wenn ich eine andere Version als CS4 ausgewählt habe. Es wird zusätzlich eine separate Masterdatei erstellt, die alle Zeichenflächen beinhaltet.

Transparenzoptionen:

Mit dieser Option kann ich einstellen, was mit transparenten Objekten geschieht, wenn die Datei in einem Format vor Illustrator 9.0 gespeichert wird. Aktiviere ich die Option Pfade beibehalten, so werden die Transparenzeffekte gelöscht und transparente Objekte auf 100 % Deckkraft und normale Füllmethode zurückgesetzt.


Aktiviere ich die Option Aussehen und Überdrucken beibehalten, so werden überdruckte Bereiche beibehalten, die nicht mit transparenten Objekten in Berührung kommen. Überdruckte Bereiche, die mit transparenten Objekten überlappen, werden dann reduziert.

 

Das EPS-Format

Das Geniale am EPS-Format: Es kann von fast allen Grafik- sowie Textverarbeitungsprogrammen gelesen werden. Außerdem kann Illustrator darin sogar Zeichenflächen usw. ablegen. Allerdings ist dieses Format eher veraltet und sollte nur eingesetzt werden, wenn das Programm keine AI-Dateien einlesen kann.

 

Version:

Genauso wie beim Illustrator-Format muss ich auch hier aufpassen, welche Version ich benutze. Sollte ich eine ältere wählen, so kann es vorkommen, dass nicht alle Funktionen mit gespeichert werden bzw. ich eine Transparenzreduzierung einstellen muss.

Format:

Bestimmt die Eigenschaften des Vorschaubilds, das in der Datei gespeichert wird. Das Vorschaubild wird in Anwendungen angezeigt, die EPS-Bildmaterial nicht direkt anzeigen können. Hier habe ich drei Möglichkeiten:

Entweder ich deaktiviere die Option und es wird kein Vorschaubild mit gespeichert (Adobe Bridge zeigt z.B. auch bei deaktivierter Option ein Vorschaubild an), oder ich wähle:

Transparent>Erzeugt einen transparenten Hintergrund.

Deckend>Erzeugt einen deckenden Hintergrund. (Tipp: Diese Option sollte ich bei der Verwendung von Microsoft-Office-Anwendungen wählen).

Transparenzoptionen:

Legt fest, wie mit transparenten Objekten und überdruckten Bereichen verfahren werden soll. Diese Option ist genauso zu handhaben wie bei den Illustrator-Format-Speicheroptionen.

Schriften einbetten:

Auch hier ist die Handhabung die gleiche wie beim Illustrator-Format.

Verknüpfte Dateien einschließen:

Bettet Dateien ein, die mit dem Bildmaterial verknüpft sind.

CMYK-PostScript in RGB-Dateien einschließen:

Diese Option gibt mir die Möglichkeit, sowohl RGB- als auch CMYK-Daten in einer Datei abzuspeichern (kommt vor, wenn ich z. B. in einem CMYK-Dokument noch RGB-Pixelbilder enthalten habe). Legt außerdem fest, dass Dokumente im RGB-Farbmodus auch aus Anwendungen gedruckt werden können, die keine RGB-Ausgabe unterstützen. Beim erneuten Öffnen der EPS-Datei in Illustrator bleiben die RGB-/CMYK-Farben erhalten.

Verläufe und Verlaufsgitter kompatibel drucken:

Soll die Datei auf einem älteren Drucker gedruckt werden, ist die Option zu empfehlen, weil auch dann Verläufe und Verlaufsgitter sauber ausgegeben werden, indem die Verlaufsobjekte in das JPEG-Format konvertiert werden. Sollte der Drucker jedoch keine Probleme mit Verläufen haben, ist die Option abzuwählen, weil sonst die Ausgabegeschwindigkeit deutlich geringer wird.

Adobe PostScript®

PostScript-Level 3 bietet gegenüber Level 2 einen größeren Funktionsumfang und ermöglicht z. B. auch das Drucken von Gitterobjekten. Wenn ich diese Option wähle, sollte die Datei auch tatsächlich auf einem PostScript-Level3-fähigen Drucker ausgegeben werden.

 

Das FXG-Format

Dieses Format ist für den Einsatz in Adobe Flex® gedacht. Bilder dürfen dann jedoch insgesamt höchstens 6.777.216 Pixel groß sein. Breite und Höhe müssen jeweils unter 8192 Pixel liegen.

 

Das SVG-Format

SVG ist ein Vektorformat, das Webgrafiken in einer hohen Qualität erstellt. Es gibt zwei SVG-Formate: SVG und SVG komprimiert (SVGZ). Wähle ich das SVGZ-Format aus, so wird die Dateigröße ca. 50–80% kleiner. Allerdings können diese Dateien dann nicht mehr mit einem Texteditor weiterbearbeitet werden.

 

Wenn ich Bildmaterial in einem SVG-Format speichere, werden Gitterobjekte in Pixelbilder umgewandelt. Außerdem werden Bilder ohne Transparenz in das JPEG-Format umgewandelt. Bilder mit einer Transparenz werden in das PNG-Format umgewandelt. Wie auch im Illustrator- und EPS-Format können auch Zeichenflächen mit gespeichert werden.

 

SVG-Profile:

Legt die SVG-XML-Dokumenttypdefinition fest:

SVG 1.0 und SVG 1.1: Eignet sich für SVG-Dateien, die auf einem PC angezeigt werden.

SVG Basic 1.1: Eignet sich für SVG-Dateien, die auf Geräten mit mittlerer Leistung angezeigt werden.

SVG Tiny 1.1 und SVG Tiny 1.1+: Eignet sich für SVG-Dateien, die auf kleinen Geräten wie Mobiltelefonen angezeigt werden.

SVG Tiny 1.2: Eignet sich für SVG-Dateien, die auf fast allen Geräten laufen.

Verläufe, Transparenz, Beschneiden, Masken, Symbole, Muster, unterstrichener Text, durchgestrichener Text, vertikaler Text oder SVG-Filtereffekte werden von SVG Tiny nicht unterstützt. Mit SVG Tiny Plus können Verläufe und Transparenz angezeigt werden, jedoch nicht Schnittmasken, Masken, Symbole und SVG-Filtereffekte.

Schriftart: Legt fest, wie Schriften exportiert werden:

Adobe CEF

Verwendet „Font-Hinting“ für eine bessere Ausgabe kleiner Schriften. Diese Schriftart wird von Adobe SVG Viewer unterstützt, aber möglicherweise nicht von anderen SVG-Viewern.

SVG

Verwendet kein Font-Hinting. Diese Schriftart wird von allen SVG-Viewern unterstützt.

In Konturen umwandeln

Konvertiert Text in Vektorpfade. Mit dieser Option habe ich die Möglichkeit, das Aussehen von Text in allen SVG-Viewern erhalten.

Im Grunde werden alle Funktionen detailliert unten jeweils als Hilfetext angezeigt, sobald ich mit der Maus auf die jeweilige Option klicke.

 

PDF-Format

 

Das Standard-Format für den PDF-Export ist in Illustrator Acrobat 6 (PDF 1.5). Diesen Standard kann ich jederzeit oben im Auswahlfeld Adobe-PDF-Vorgaben auswählen. Unter Kompatibilität stelle ich ein, ab welchem Acrobat-Format die Datei lesbar sein soll. Transparenzen werden z. B. erst ab Acrobat 5.0 unterstützt. Acrobat 6.0 ist dabei eine gute Lösung, damit diese Datei auf möglichst vielen Rechnern eingelesen werden kann.

Die Option Illustrator-Bearbeitungsfunktionen beibehalten erlaubt das Öffnen der Datei in Illustrator mit allen Funktionen. Im Grunde wird mit dieser Optionen die komplette Illustrator-Datei mit eingebettet, wodurch sich die Dateigröße erhöht.

Seitenminiaturen einbetten: Ist diese Option aktiviert, kann Acrobat die Miniaturen sofort anzeigen.

Für schnelle Webansicht optimieren: Hier wird das Dokument kleiner, weil wiederkehrende Objekte nur einmal gespeichert werden und intern im Dokument darauf hingewiesen wird. Somit baut sich die Datei schneller im Webbrowser auf.

PDF speichern und anzeigen: Ist das Häkchen hier drin, so wird nach dem Speichern die Datei automatisch in Acrobat geladen.

Aus oberen Ebenen Acrobat-Ebenen erstellen: Habe ich in meinem Dokument mehrere Ebenen verwendet, so werden diese in Acrobat-Ebenen umgewandelt und können dann in Acrobat einzeln ein- /ausgeblendet werden.

 

Im Register Komprimierung habe ich die Möglichkeit, vorhandene Bilder zu komprimieren, damit die Datei kleiner wird.

 

Im Register Marken und Anschnitt: Hier kann ich einstellen, ob dem Dokument z. B., wie es in vielen Druckereien gefordert wird, eine Beschnittzugabe hinzugefügt werden soll.

 

Im Register Ausgabe kann ich noch Farbkonvertierungen vornehmen.

 

Im Register Erweitert kann ich einstellen, ob Schriften eingebettet werden sollen und ob eine Transparenzreduzierung ausgeführt werden soll. Eine Transparenzreduzierung ist immer dann sinnvoll, wenn ich z. B. Objekte mit Schlagschatten oder Objekte mit weniger als 100% Deckkraft habe.

Es muss aber unbedingt mit der Druckerei geklärt werden, ob dies notwendig ist. In der Praxis habe ich schon öfters erlebt, dass Flyer leider Logos enthielten, die eigentlich transparent waren und dann auf einmal einen farblichen Hintergrund im Logo besaßen, weil die Druckerei nicht mit den Transparenzen zurechtkam und im Dokument keine Transparenzreduzierung vollzogen wurde. Funktioniert aber nur in der Kompatibilität Acrobat 4 (PDF 1.3).

 

Im Register Sicherheit kann ich dem PDF-Dokument ein Kennwort zum Öffnen oder auch zum Bearbeiten vergeben.

 

Habe ich diverse Einstellungen gegenüber der Standardvorgabe geändert, kann ich diese mit einem Klick unten links auf den Button Vorgabe speichern als neue Vorgabe speichern.

 

JPEG

Speichere ich die Illustration als JPEG-Datei ab und möchte ich diese in einem Webbrowser darstellen, muss das Farbmodell unbedingt RGB bzw. Graustufen sein, weil CMYK-Bilder nicht in Browsern dargestellt werden können. Die Auflösung kann dabei nach Wunsch geändert werden. 72 dpi sind für eine Bildschirmdarstellung ausreichend. Soll die Datei gedruckt werden, müssen 300 dpi eingestellt werden.

 

PSD

Möchte ich die Datei inkl. Ebenen als PSD-Datei exportieren, kann ich noch ein paar Einstellungen vornehmen. Einmal stelle ich die Auflösung ein. Soll die Illustration für eine Druckdatei verwendet werden, müssen wie gesagt 300 ppi/dpi eingestellt werden. Wenn ich alle Ebenen mit Textfunktion beibehalten möchte, kann ich das in den Optionen aktivieren.

Und so sieht die Datei dann bei mir in Photoshop aus:

 

Alle Ebenen wurden korrekt ausgegeben. Auch den Text kann ich editieren. Jedoch muss man aufpassen, dass Objekte in Illustrator auf keine andere Füllmethode als Normal eingestellt werden, weil sonst die darunterliegenden Ebenen reduziert werden:

 

Wie man jetzt in Photoshop sieht, wurden nicht mehr so viele Ebenen mit exportiert.

 

Als Alternative, wenn man auf die verschiedenen Füllmethoden nicht verzichten will: Einfügen über die Zwischenablage:


Das dauert zwar länger, weil dann Ebene für Ebene kopiert werden muss, aber es funktioniert dafür einwandfrei.

 

PNG

Das PNG-Format unterstützt auch Transparenzen und eignet sich somit für z. B. Webseitenelemente. Als Hintergrund ist dann bei Farbe: Transparent einzustellen.

 

Drucken

Möchte ich eine Datei drucken, gibt es sehr viele Einstellungen im Druckdialog. Im Auswahlfeld Drucker wähle ich den Drucker aus, der das Dokument ausgeben soll. Möchte ich diese Einstellung nicht ständig ändern, sollte ich entweder den Standarddrucker in Windows ändern oder aber ich speichere eine neue Einstellung ab. Dazu klicke auf auf die Diskette neben Druckvorgabe.

 

Das Register PPD ist nur aktiv, wenn ich die Datei auf einem PDF-Drucker ausgebe und die Datei dann nicht gedruckt, sondern als PDF-Datei gespeichert wird. Als Nächstes kann ich die Einstellungen, die man schon aus diversen anderen Programmen kennt, definieren: Anzahl Exemplare, Umgekehrte Reihenfolge, Größe des Papiers, Hoch- oder Querformat usw.

Neu hinzugekommen ist seit CS4 die Option Zeichenfläche ignorieren. Ist diese Option aktiviert, werden alle Zeichenflächen, sofern mehrere vorhanden, als eine einzige gehandhabt.

 

Ich kann auch die Platzierung der zu druckenden Zeichenfläche definieren. Möchte ich, dass die Zeichenfläche möglichst voll auf das zu bedruckende Papier passt, kann ich die Option An Seite anpassen auswählen.

Die Option Teilen sorgt dafür, dass z. B. eine Zeichenfläche, die größer als das zu bedruckende Papier ist, dann auf mehreren Blättern gedruckt wird und dann z. B. zusammengeklebt die ganze Zeichenfläche ergibt. So lassen sich z. B. große Banner für Veranstaltungen drucken, obwohl nur ein normaler A4-Drucker vorhanden ist. Dabei empfiehlt es sich, die Option Überlappung auszuprobieren. Im Register Marken und Anschnitt kann ich, wie schon beim PDF-Export, einstellen, ob ich Schnittmarken usw. mit ausgeben möchte und ob ich eine Beschnittzugabe aktivieren möchte.

 

Im Register Ausgabe ist meistens der Modus Composite ausgewählt, außer der Drucker beherrscht auch andere Modi bzw. ich gebe eine PDF-Datei aus. Composite heißt dabei, dass alle Farben ausgegeben und nicht separiert werden.

 

Im Register Grafik kann ich einstellen, ob bei sehr komplexen Pfaden die Kurvennäherung verändert werden soll. Bei Angabe eines niedrigen Werts bei Qualität werden viele kleinere Liniensegmente erstellt, was zu einer starken Annäherung an die tatsächliche Kurve führt. Bei Angabe eines hohen Werts bei Geschwindigkeit werden wenige längere Liniensegmente erstellt, wodurch eine weniger genaue Kurvendarstellung entsteht, aber die Leistung erhöht wird und dadurch eventuell Limitfehlermeldungen vom Drucker unterbunden werden.

 

Die Option Verläufe und Verlaufsgitter kompatibel drucken ist sinnvoll, wenn man Streifeneffekte verhindern möchte. Es wird dann zum Drucker eine JPEG-Datei anstatt eines komplexen Verlaufs geschickt.

Im Register Farbmanagement sollten Dokumentprofil und Druckerprofil möglichst identisch sein, damit ein gutes Druckresultat herauskommt.

 

Im Register Erweitert kann ich die Überdruckenoptionen auswählen. Wenn ich hier z. B. Simulieren wähle und ich gebe die Datei nicht auf einen Drucker, sondern in eine PDF-Datei aus und habe im Illustrator-Dokument eingestellt, dass die Farben überdruckt werden sollen, dann wird dies im PDF-Dokument simuliert, indem z. B. eine Fläche mit 100 % Magenta über eine Fläche mit 100 % Cyan gelegt wird.

Die überlappenden Flächen erscheinen violett/dunkelblau statt magenta. Um das schon in Illustrator zu simulieren, muss ich die Flächen, die überdruckt werden sollen, im Attributebedienfeld aktivieren und dann im Separationsvorschaubedienfeld die Überdruckvorschau aktivieren.

 

Setze ich die Option Beibehalten, bleibt die Farbe zwar erhalten, man sieht sie jedoch nur bei Bedarf in Acrobat. Wenn ich Löschen wähle, werden alle Überdrucken-Attribute entfernt und auch nicht in der PDF-Datei dargestellt.

 

Wähle ich hingegen Simulieren, wird das Überdrucken auch im Acrobat sofort angezeigt:

 

Bei der Transparenzreduzierung sollte unbedingt Hohe Auflösung aktiviert sein, damit z. B. Schatten nicht pixelig aussehen. Es empfiehlt sich, in den Benutzerdefinierten Optionen das Häkchen bei Text in Pfade umwandeln und Konturen in Pfade umwandeln abzuwählen, weil sonst die gedruckten Buchstaben/Konturen ein wenig fetter ausgedruckt werden. Dies ist bei der Option Hohe Auflösung sowieso schon so voreingestellt.

Im Register Übersicht gibt mir Illustrator nochmal alle eingestellten Optionen aus, und vor allem werden Warnhinweise wie z. B. solche auf verwendete RGB-Bilder eingeblendet. Wenn ich auf den Button Einrichten klicke, kann ich die Einstellungen meines Druckers ändern (z. B. hohe Qualität, anderes Papier usw.).

 

Das Dialog-Fenster sieht aber je nach Drucker unterschiedlich aus.

Das Video zu diesem Tutorial findest Du hier.

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