Adobe Illustrator – Grundlagen: Zeichenstiftwerkzeug

Tutorials 22. Januar 2012 – 0 Kommentare

Mit dem Zeichenstift-Werkzeug habe ich die Möglichkeit, Pfade zu zeichnen. Es werden einzelne Ankerpunkte gesetzt, die Illustrator dann miteinander verbindet. Damit ist es relativ einfach, Skizzen bzw. Bilder nachzuzeichnen und daraus vektorbasierte Illustrationen zu erstellen. In diesem Workshop habe ich außerdem zwei Illustrationen nachgezeichnet und zeige damit die praktische Anwendung des Zeichenstift-Werkzeugs.

Bevor ich loslege, kann ich in den Voreinstellungen unter Auswahl und Ankerpunktanzeige die Größe einstellen. Denn auf großen Monitoren sollten auch die Ankerpunkte größer als in der Standardeinstellung eingestellt werden.

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Den einfachsten Pfad kann ich durch zwei Klicks erreichen. Dadurch entsteht eine Linie.

 

Sobald ich wieder auf den Ausgangspunkt klicke, wird der Pfad geschlossen. Der Zeichenstift-Mauszeiger bekommt dabei ein Kreissymbol.

 

Jetzt kann ich die Fläche mit einer Kontur und Flächenfarbe füllen. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

 

Halte ich beim nächsten Klick die Shift-Taste, wird der Strich gerade ausgerichtet bzw. immer im 45° Winkel. Ich darf beim Klicken aber nicht die Maus gedrückt halten und bewegen, weil sonst Richtungslinien entstehen, die dann den geraden Strich in eine Kurve umwandeln.

 

Meine Empfehlung: Sollen Vierecke usw. erstellt werden, sind die magnetischen Hilfslinien eine gute Unterstützung:

 

So lassen sich dann auch schnell z. B. Sterne erstellen.

 

Da mir mein Stern nicht sonderlich gut gefällt, nehme ich doch lieber das Sternwerkzeug von Adobe (kann dabei sogar mit den Pfeiltasten beim Aufziehen einstellen, wie viele Zacken ich haben möchte):

 

Möchte ich jedoch auch ein paar Kurven einfügen, so ziehe ich beim Drücken die Maus. Es entsteht eine Richtungslinie, die ich jederzeit mit dem Direktauswahlwerkzeug ändern kann.

 

Und so sieht der Pfad geschlossen mit einer roten Füllung aus:

 

Tipp: Wenn ich einen neuen Punkt erstellt habe und diesen noch schnell verschieben möchte, ohne ein anderes Werkzeug aufzurufen, kann ich, während ich noch die linke Maustaste gedrückt halte, die Leertaste drücken. Jetzt kann ich den Punkt in Ruhe noch verschieben.

Ich kann sogar zu viel gesetzte Punkte löschen, indem ich noch mal auf den Punkt klicke. Das Werkzeug ändert sich, indem es noch ein kleines Minus erhält. Dann muss ich nicht ständig die entsprechenden Werkzeuge dazu aktivieren. Das spart Zeit!

 

Das muss jedoch auch in den Voreinstellungen definiert sein (im Register Allgemein>Autom. hinzuf./löschen aus deaktivieren). Klicke ich auf die Linien des Pfades, wo noch kein Ankerpunkt ist, dann bekommt das Werkzeug ein Plus und ich kann einen neuen Ankerpunkt hinzufügen.

 

Ich habe auch die Möglichkeit, wenn ich zwei Punkte ausgewählt habe, den Pfad im Steuerungsbedienfeld durch einen Klick auf Ausgewählte Endpunkte verbinden zu schließen.

 

Klicke ich mit gedrückter Alt-Taste auf einen Eckpunkt, so wird dieser zu einem Kurvenpunkt (dabei direkt ziehen, damit die Kurve entsteht), oder noch ein Klick mit gedrückter Alt-Taste auf einen Kurvenpunkt wandelt diesen zu einem Eckpunkt um. Geht natürlich auch alles durch das Steuerungsbedienfeld:

 

Wenn ich eine Kurve erstelle, kann ich mit den Grifflinien die Art der Kurve definieren. Man sollte möglichst wenig Ankerpunkte bei Kurven verwenden, weil sonst die Kurven meistens zu Unebenheiten führen. Es bewegen sich die zwei Richtungslinien immer gleichmäßig. Möchte ich das nicht, kann ich die mit dem Ankerpunkt-konvertieren-Werkzeug umwandeln und dann einzeln verschieben. Ein Klick auf einen Punkt entfernt zunächst die Richtungslinie.

Tipp: Wenn ich das Direktauswahlwerkzeug zum Auswählen von mehr als nur einem Ankerpunkt benutzen möchte, halte ich die Shift-Taste dabei gedrückt. So kann ich mehrere Punkte auswählen und dann z. B. verschieben.

 

Tipp: Wenn der letzte Punkt, den ich erstellt habe, wieder entfernt werden soll, nicht Entf drücken, sondern Strg+Z.

Tipp: Ich kann dickere Konturen dafür nutzen, daraus eine Fläche zu machen, um diese dann z. B. zu einer Spitze zu verformen. Dazu gehe ich im Menü auf Objekt>Umwandeln.

Damit das Werkzeug besser verstanden wird, sollten diverse Trockenübungen gemacht werden. Ich habe mir z. B. das Schleifen-Symbol aus der Bibliothek Feier rausgezogen und nachzuzeichnen versucht.

 

Dabei bin ich so vorgegangen, dass ich immer eine Kurve gezogen habe, danach aber gleich die eine Richtungslinie durch einen Klick auf den neuen Ankerpunkt entfernt habe, damit die nächste Linie ganz normal ohne Kurve weitergeführt wird:

 

So gehe ich dann Stück für Stück vor:

 

Bis ich dann den Pfad schließe:

 

Ich habe jetzt die Möglichkeit, noch nachträglich Feinarbeit durchzuführen. Dabei nehme ich das Direktauswahlwerkzeug, um die Kurvenanfasser besser zu justieren bzw. ich kann auch mit dem Glättenwerkzeug versuchen, schnell gute Ergebnisse zu erzielen:

 

Jetzt noch schnell die Schleife an sich abmalen:

 

Wenn ich das geschafft haben, kann ich auch als nächstes Objekt zum Üben die Königshaube nachzuzeichnen versuchen:


Wie man sieht, ist die Arbeit mit dem Zeichenstift eigentlich gar nicht so schwer. Aber man sollte sich schon 1-2 Stunden Eingewöhnungszeit nehmen, damit geht einem die Arbeit in Fleisch und Blut über.

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