Adobe Illustrator – Grundlagen: Angleichen-Werkzeug

Ohne viel bei der Theorie zu bleiben, möchte ich gleich ein paar wunderschöne Beispiele zeigen, wo sich das Angleichen-Werkzeug prima eignet.

Beispiel 1:

Ich erstelle einen Stern und fülle ihn mit einer gelben Farbe. Jetzt erstelle ich in dem Stern einen kleineren Stern und fülle diesen mit einer weißen Farbe.


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Als Nächstes wähle danach das Angleichen-Werkzeug aus und klicke beide Objekte an. Schon habe ich einen prima Verlauf in meinem Stern. Wichtig: Nach dem Angleichen werden beide Objekte zu einem Objekt!

 

Ich kann jetzt den weißen Stern jederzeit auch noch innerhalb der Gruppe durch einen Doppelklick bzw. mit dem Direktauswahlwerkzeug verschieben oder umfärben.

 

Klicke ich doppelt auf das Angleichen-Werkzeug, kann ich ein paar Einstellungen vornehmen. Z. B. lassen sich die Farbübergangsstufen konkret einstellen. In meinem Bild habe ich bei Abstand die Festgelegten Stufen auf 3 gestellt:

 

Oder aber ich erstelle eine Kugel und darüber eine kleinere hellere; ich kann dann davon eine Angleichung machen und habe dann einen schönen Verlauf innerhalb der Kugel. Seit CS4 macht man das aber lieber mit dem Verlaufswerkzeug.

 

Bei zwei Kreisen, die nur mit unterschiedlich gefärbten Flächenfarben ausgestattet sind, sieht eine Angleichung mit nicht ganz so vielen Stufen auch sehr interessant aus:

 

Und mit weniger Stufen sieht das Ganze so aus:

 

Ich kann den Pfad einfach mal biegen, indem ich einen Ankerpunkt hinzufüge und an den Ankergriffen ziehe:

 

Auch hier könnte ich die Anzahl der Stufen ändern; das würde dann wie eine Raupe aussehen:

 

Beispiel 2:

Ich erstelle eine Wolke. Das geht in CS5 dank des Formerstellungswerkzeugs sehr gut. Zuerst lege ich ein Rechteck an, danach drei Kreise hinein, und jetzt schneide ich ein paar Elemente mit gedrückter Alt-Taste mit dem Formerstellungswerkzeug einfach ab und den Rest füge ich mit gedrückter linker Maustaste mit dem Formerstellungswerkzeug in ein Objekt zusammen.

 

Als Nächstes kopiere ich das Objekt und füge es kleiner in die Wolke ein und färbe es heller um. Jetzt die Angleichung. Sieht doch toll aus, oder?

 

Beispiel 3:

Ich erstelle einen Regentropfen und färbe diesen mit einer Farbe oder Verlauf und füge weiter weg einen zweiten Regentropfen ein. Jetzt wieder eine Angleichung erstellen, und schon sieht man, wie sich die Farben entsprechend dem neuen Regentropfen anpassen. Möchte ich die Anzahl der Schritte selbst definieren, klicke ich dazu doppelt auf das Angleichen-Werkzeug.

 

Genial: Ich kann auch einstellen, dass die Ausrichtung entlang des Pfades sein soll. Aktuell ist der Pfad immer gerade; das kann ich aber schnell ändern, indem ich z. B. mit dem Ankerpunkt-hinzufügen-Werkzeug einen Punkt hinzufüge und den dann verschiebe oder biege.

 

Wichtig: In den Optionen dann die Ausrichtung am Pfad wählen. So bewegen sich die Tropfen oder Edelsteine genau in Richtung des Pfades.

 

Möchte ich die Edelsteine genau entlang eines anderes Pfades ausrichten, dann kann ich z. B. ein Kreis aufziehen, alles markieren und dann auf Menü>Objekt>Angleichen>Achse ersetzen klicken.

 

Ergebnis würde wie folgt aussehen:

 

Beispiel 4:

Ich erstelle ein paar senkrechte Striche mit unterschiedlichen Farben.

 

Jetzt kann ich diese angleichen und habe einen individuellen Verlauf, den ich auch noch jederzeit umfärben kann. Genial, oder?

 

Oder noch besser: Ich erstelle zwei gebogene Linien, mache eine Angleichung und ändere den Abstand in Festgelegte Stufen. Schon habe ich Sinedots selber erstellt.

 

Diese kann ich noch nach Belieben verbiegen und jederzeit auch umfärben. Sieht doch toll aus, oder?

 

Beispiel 5:

Um einen regenbogenfarbigen Kreis zu erstellen, benötige ich nur 6 andersfarbige Striche und mache dann eine Angleichung. Am einfachsten geht das, wenn ich mir einen Strich aufziehe und dann mit gedrückter Alt+Shift-Taste mit dem Drehen-Werkzeug (vorher den Mittelpunkt zum Drehen zum Ende des Strichs ziehen) 30 Grad dehe und dann nur noch zum Wiederholen Strg+D drücke, bis genug Striche da sind. Die dann alle andersfarbig umfärben.

 

Und jetzt von Strich zu Strich die Angleichung mit dem Angleichen-Werkzeug erstellen:

 

Möchte ich das unbedingt als Kreis haben, ziehe ich über das Objekt einen Kreis, markiere alles und klicke dann mit rechter Maustaste auf Schnittmaske erstellen:

 

Beispiel 7:

Ich erstelle einen Mond. Das geht auch wieder wunderbar mit dem Formerstellungswerkzeug. Zuerst zwei Kreise aufziehen, wobei der eine Kreis den anderen fast überdeckt, und jetzt mit dem Formerstellungswerkzeug mit gedrückter Alt-Taste Bereiche abziehen.

 

Jetzt habe ich einen Mond, der nicht komplett gefüllt ist. Als Nächstes möchte ich darin einen schönen Verlauf einfügen. Dazu klicke ich erst einmal auf Menü>Objekt>Pfad>Pfad verschieben und gebe z. B. -2 ein (je nach Größe des Objektes kann der Wert sich auch ändern).

 

Danach färbe ich die neue Fläche um und werde dann darauf eine Angleichung einfügen. Cool, oder?

 

Ich könnte natürlich ein Morphing von einen Viertelmond zum Vollmond machen. Dazu einfach einen Kreis aufziehen mit einem leichten Gelbverlauf und dann die Angleichung aktivieren:

 

Beispiel 8:

Hier erkläre ich kurz, wie ich den Kugeleffekt der Party-Einladung erstellt habe. Zunächst einfach zwei Kreise in unterschiedlicher Größe aufgezogen, dann eine Angleichung. Jetzt noch die festgelegten Stufen ändern, und schon habe ich schnell sehr viele Kreise in unterschiedlichen Größen erstellt.

 

Sind mir die Kreise zu weit auseinander, kann ich die Angleichung auch umwandeln (Menü>Objekt>Umwandeln) und dann einzeln mit dem Direktauswahlwerkzeug verschieben.

 

Jetzt kopiere ich mir eine Reihe, färbe sie um und erstelle eine Angleichung. Diese könnte ich auch noch verzerren usw.

Grundsätzlich sei gesagt, dass man mit dem Angleichen-Werkzeug wunderbar das Aussehen von einem Objekt zum anderen übernehmen lassen kann. So lassen sich auch z. B. aus einem Stern eine Kugel morphen oder eine komplexeren Illustration zu einer ganz anderen morphen lassen.

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