Adobe Illustrator – Grundlagen: Das Aussehenbedienfeld und Effekte

Tutorials 7. Dezember 2011 – 0 Kommentare

Illustrator bietet eine Menge interessanter Effekte, die in der Kombination mit dem Aussehen-Bedienfeld fast unendlich viele Möglichkeiten zaubern. In diesem Workshop werden die besten Effekte gezeigt und vor allem, wie diese mit dem Aussehen-Bedienfeld gesteuert werden.

Das Aussehen-Bedienfeld kann ich unter Fenster öffnen, sofern es nicht schon rechts angezeigt wird.

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Um das Prinzip des Aussehen-Bedienfeldes besser zu verdeutlichen, erstelle ich einen Stern und werde diesem eine Kontur hinzufügen. Das Geniale ist, dass mir das Aussehen-Bedienfeld die Möglichkeit bietet, dem Objekt so viele Konturen mit unterschiedlicher Größe hinzuzufügen, wie ich möchte, und das auch mit anderen Farben oder Linieneigenschaften (gestrichelt usw.).

 

Wenn ich mehrere Konturen einfüge, muss ich schauen, dass die obere Kontur nicht die darunterliegende Kontur komplett verdeckt. Darum habe ich meiner blauen Kontur nur 3 pt Dicke gegeben und der schwarzen Kontur 7 pt Konturdicke.

 

Wenn ich auf das kleine fx-Symbol klicke, kann ich der Kontur schnell z. B. einen Schlagschatten verpassen. Sieht aber nicht wirklich gut aus.

 

Darum werde ich den Schlagschatten der Fläche per Drag&Drop zuweisen:

 

Ich kann festlegen, ob auf neue Objekte die Aussehen-Attribute bereits vorhandener Objekte angewendet werden oder ob sie nur auf der Grundform basieren sollen.

• Wenn ich alle aktuellen Aussehen-Attribute auf neue Objekte anwenden möchten, deaktiviere ich im Bedienfeldmenü die Option Neues Bild hat Grundform.

 

• Wenn ich nur eine einzelne Fläche und Kontur auf neue Objekte anwenden möchte, wähle ich im Bedienfeldmenü die Option Neues Bild hat Grundform.

 

Möchte ich eine kleine Sternstraße erstellen, wäre das mit drei Konturen schnell erledigt. Zusätzlich benötige ich den Effekt Pfad verschieben.

 

Das Allerbeste ist, dass ich die Form ändern kann, trotzdem passen sich die neuen Konturen sofort an. Auch wenn ich eine neue Form erstelle, kann der Straßeneffekt darauf angewendet werden.

 

Ich kann jetzt das Objekt auch als Grafik-Stil speichern, indem ich es per Drag&Drop in mein Grafik-Stil-Bedienfeld ziehe. Jetzt kann ich schnell neue Striche ziehen und habe schnell neue Straßen hinzugefügt.

 

Ich kann auch z. B. eine neue Fläche hinzufügen, aber mit einem gefüllten Verlauf, den ich wiederum auf Multiplizieren setze.

 

Das ergibt dann auch einen schönen Effekt.

 

Eigentlich können Konturen keinen Verlauf haben. Mit einem Trick geht's trotzdem: Ich muss einfach nur meiner unteren Fläche den gewünschten Verlauf geben und die darüber liegende Fläche mit einem Pfad-verschieben-Effekt ausrüsten (negativer Wert).

 

Gleiches gilt auch für Text, der eigentlich keinen Verlauf haben kann, nur da reicht es aus, wenn ich eine neue Fläche hinzufüge und dieser Fläche dann den Verlauf zuordne:

 

Effekte

Illustrator ist mit einer Vielzahl von Effekten ausgestattet, die ich auf Objekte, Gruppen oder Ebenen anwenden kann. Das Beste an den Effekten: Ich kann diese im Aussehen-Bedienfeld jederzeit ändern oder wieder löschen. Ich selber habe für die Design-Vorlagen-DVD sehr oft Effekte angewendet, am häufigsten den Schlagschatten und Scribble. Ich erstelle zunächst ein Dreieck, und dann gehe ich im Menü auf Effekte>Stilisierungsfilter>Scribble.

 

Jetzt habe ich die Möglichkeit, mit wenigen Klicks aus dem Dreieck so etwas wie einen Tannenbaum zu erstellen. Ich hatte noch vorher einen Schlagschatten eingefügt.

 

Aber aufgepasst: Verkleinere ich das Objekt, wird der Effekt neu berechnet. Möchte ich den Effekt allerdings mit skaliert haben, gehe ich in die Voreinstellungen (Strg+K) und setze das Häkchen bei Konturen und Effekte skalieren.

 

Hier noch ein kleines Praxisbeispiel für Scribble:

 

Weitere tolle Effekte unter Stilisierungsfilter: Ecken abrunden:

Damit habe ich die Möglichkeit, z. B. einem Rechteck runde Ecken zu geben, und diese jederzeit zu ändern, indem ich im Aussehen-Bedienfeld doppelt auf den Effekt klicke. Klarer Vorteil gegenüber dem abgerundeten Rechteckwerkzeug, weil ich da nur direkt beim Erstellen die Möglichkeit haben, die Rundheit zu beeinflussen, später leider nicht mehr.

 

Schein nach außen:

Dieser Effekt erstellt einfach nach außen einen farbigen weichen Schein, so wie man das auch schon aus Photoshop kennt.

 

Schein nach innen:

Im Grunde genau das Gegenteil vom Schein nach außen. Hier wird der Schein nach innen eingefügt. Auch die Farbe und Weichheit kann ich einstellen.

 

Schlagschatten:

Hier habe ich die Möglichkeit, wie schon aus Photoshop bekannt, einen Schlagschatten einzufügen. Schade, dass man den nicht so gut bequem einstellen kann wie in Photoshop.

 

Weiche Kante:

Hier wird von der Kontur aus einfach eine weiche Kante simuliert. Darunterliegende Objekte scheinen dann durch. So kann man diesen Effekt nutzen, um einen leichten Schatten von einem Objekt zu simulieren.

 

Pfad>Pfad verschieben:

Hier wird der Pfad einfach nach außen oder innen verschoben, und so lassen sich damit interessante Effekte erzielen. So kann ich z. B. bei einem Stern einen schönen Verlaufskontureffekt erzeugen, der sonst nicht so einfach möglich wäre. So lassen sich auch geniale Metallic-Effekte mit entgegengesetzten Verläufen erzielen:

 

Tipp: Mit gedrückter Alt-Taste lassen sich Effekte auf andere Flächen innerhalb des Aussehen-Bedienfeldes kopieren. Wichtig zu wissen: Mit Rastereffekten werden Pixel anstelle von Vektordaten erstellt. Zu den Rastereffekten gehören SVG-Filter, alle Effekte im unteren Bereich des Menüs Effekt sowie die Befehle Schlagschatten, Schein nach innen, Schein nach außen und Weiche Kante aus dem Untermenü Effekt>Stilisierungsfilter.

Wenn ich die Auflösung in Dokument-Rastereffekt-Einstellungen ändere, wird für die Parameter des Effekts ein neuer Wert berechnet, damit das Erscheinungsbild des Effekts unverändert bleibt oder sich nur geringfügig ändert. Damit man den Rechner bei vielen Effekten schont, empfehle ich die Einstellung Bildschirm (72 ppi), und erst wenn man die Datei zum Druck gibt, die Auflösung auf Hoch zu setzen.

 

Die geänderten Parameterwerte werden in das Dialogfeld Effekt übernommen. So werden dann teilweise erhöhte und verringerte Werte im Dialogfeld automatisch eingetragen. Unter Menü>Effekte>Verkrümmungsfilter finde ich tolle Möglichkeiten, mein Objekt wie z. B. den Stern mit einem leichten Wirbel zu verändern (wichtig dabei, den Effekt nach oben zu legen, sonst wird nur die Kontur oder die Fläche verwirbelt).

 

Unter Menü>Effekte>Verzerrungs- und Transformationsfilter habe ich z. B. mit dem Transformierenfilter die Möglichkeit, das Objekt mehrmals zu kopieren und damit geniale Effekte zu erzeugen. Und mit Zusammenziehen und Aufblasen kann ich mit einem negativen Wert folgenden Effekt aus meinem Stern erzielen:

 

Und mit einem positiven Wert kann ich aus meinen Stern eine Blumenblüte erstellen.

 

Im unteren Teil des Effekte-Menüs finde ich die Photoshop-Effekte und kann da z. B. in der Effekte-Galerie schnell tolle Effekte anwenden.

 

Um weitere fertige Effekte zu sehen, einfach das Grafikstile-Bedienfeld aufrufen und darin die Bibliotheken und auf einem Objekt den Effekt anwenden und dann im Aussehen-Bedienfeld die verwendeten Effekte mit deren Einstellungen anschauen.

 

Oder diesen Effekt:

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